11.03.2001

Noch zwei Wochen bis zum Saisonstart

Die Spannung steigt. Zwei Wochen vor dem Saisonbeginn der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring können es die ersten Teams kaum noch aushalten. Im Rudel treffen sich Fahrer und Helfer im Fahrerlager des Nürburgrings um mit den neuen Errungenschaften die ersten Runden Nordschleife zu absolvieren, oder die seit dem November "eingemotteten" Rennfahrzeuge wieder in Schwung zu bringen. Schon jetzt ist reges Interesse für das Wirken der Konkurrenz zu spüren. Erste Blicke auf das Fahrzeug der Mitbewerber verraten den Spezialisten schon jetzt, was man in knapp zwei Wochen beim ersten Lauf der Saison 2001 erwarten darf.
Speziell für die Langstreckenmeisterschaft bedeutet dieses Wiedersehen nach vier Monaten Rennsportabstinenz auch Überraschungen. Zahlreich waren die Fahrer der neuen Honda Accord Type R Endurance Challenge angetreten. Die zum Großteil noch jungfräulich wirkenden Cup-Fahrzeuge sind schon jetzt in den Teamfarben lackiert und die ersten Erfahrungen und Vergleichswerte werden gesammelt.
Ebenfalls mit einer großen Armada in die Eifel gereist waren Teams wie Kissling Motorsport, Packeisen Motorsport und Edgar Dören Motorsport. Während die beiden Wuppertaler Teams auf altbewährte Fahrzeuge der Marken BMW und Porsche setzten, deutete sich bei Kissling ein Comeback in die Langstreckenmeisterschaft an. Heinz Otto Fritsche aus Hückeswagen absolvierte eine große Anzahl an Runden im Opel Astra des Teams aus Bad Münstereifel. Als weitere Fahrerpaarungen werden wie in den vergangenen Jahren Klaus Peter Thaler und Heinz Remmen für Kissling ins Lenkrad greifen. Ein drittes Fahrzeug wird von Josef Klüber und Thomas Müller pilotiert.
Auch im Kreise der potentiellen Laufsieger der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring kündigten sich erste Kandidaten an. Carl Reh drehte mit der Chrysler Viper des Zakspeed Teams seine Runden. Mit neuem Fahrzeug und einer guten Portion neuer Motivation waren Vater und Sohn Schall angereist. Der jetzt wieder schwarze Mercedes 190 setzt nach wie vor auf DTM Technik der Neunziger Jahre. Nach einigen Abflügen in der vergangenen Saison wurde das Fahrzeug jedoch von der Rohkarosse an neu aufgebaut. "Wir hoffen auf eine Saison mit weniger Fehlern unsererseits und vielleicht einer guten Portion mehr Glück", bestätigte Ralf Schall seine nach wie vor ungebrochene Begeisterung für die Langstreckenmeisterschaft. "Wenn alles gut läuft, können wir uns sicherlich in den Top5 platzieren."
Ebenfalls zuversichtlich, für einige Spannung in der Spitzengruppe der Langstreckenrennen sorgen zu können, ist Willi Moore aus England. Nach vielen Jahren in verschiedenen BMW Modellen, setzt das Team jetzt auf einen spektakulären Sportwagen. Der blaue Nissan Skyline aus Großbritannien dürfte sich bei den ersten VLN-Läufen zum Publikumsliebling katapultieren, denn die bullige Optik und die riesige Flammen aus den Auspuffrohren machen einfach Spaß. "Vor zwei Jahren ist mir der Skyline beim 24h-Rennen aufgefallen. Ich wollte sofort einen haben, aber es gab damals Probleme mit Nissan. Kurz vor Weihnachten letzten Jahres erhielt ich ein Angebot und habe direkt zugeschlagen", berichtet Moore über seinen Wechsel und fährt zuversichtlich fort: "Ich glaube, dass wir ganz vorne fahren können." In jedem Fall dürfen sich die Fans der Langstreckenmeisterschaft im Vorfeld des 24h-Rennens auf den Moore Skyline freuen. Weitere Einsätze 2001 sind dennoch nicht ausgeschlossen.

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