05.04.2005

Mehr als 200 Nennungen für den zweiten Lauf

Nürburgring. Ein prall gefülltes Teilnehmerfeld von mehr als 200 Fahrzeugen startet am Samstag, den 9. April 2005, zum zweiten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Dabei verspricht ein Blick in die Starterliste des 30. DMV 4-Stunden-Rennens, ausgerichtet von der Renngemeinschaft Düren e.V. DMV, Klasse und Masse gleichermaßen.

Der Saisonauftakt der Langstreckenmeisterschaft am 19. März ließ mit seinem Rennabbruch nach nur fünf gefahrenen Runden eine ganze Reihe von Fragen offen, die am Samstag für die nötige Brisanz sorgen werden. Die Hauptdarsteller des ersten Rennens sind geschlossen wieder am Start: Hans-Joachim Stuck und Duncan Huisman reisen mit einer kleinen Einsatztruppe des Schnitzer Teams in die Eifel, um den BMW M3 GTR weiter auf das ADAC 24h-Rennen vorzubereiten. Die beiden BMW-Werksfahrer Dirk und Jörg Müller lassen sich derweil entschuldigen, sie bestreiten im italienischen Monza den Auftakt der Tourenwagen Weltmeisterschaft.

Die Porsche Fraktion ist erneut stark vertreten: Jürgen und Uwe Alzen treffen im Porsche 996 Turbo unter anderem auf Timo Bernhard und Lucas Luhr im schnellen Manthey-Porsche GT3 MR und Peter und Christian Mamerow im Porsche 996 GT3 RS. Nach einem Gastspiel im Mitsubishi des Raeder Teams beim ersten Lauf, nimmt Dirk Adorf am Samstag wieder in seinem gewohnten V8STAR Jaguar Platz. Flankiert wird der Hennefer von drei weiteren V8STAR-Teams: Georg Berlandy und Reinold Mölig (Irmscher V8STAR), Reik Kleinherbers und Christian Behling (V8STAR Opel) sowie Christopher Gerhard und Dirk Riebensahm (Zakspeed V8STAR). Als wäre ein Silhouetten-Tourenwagen nicht genug: der Traditionsrennstall aus Niederzissen ergänzt sein Fahrzeugaufgebot durch die Chrysler Viper GTS-R mit den Fahrern Dr. Hans-Peter Huppert-Nieder, Werner Mohr und Markus Großmann und der bekannt bissigen Zakspeed Viper GTS-R, in welcher sich Peter Zakowski und Robert Lechner und Sascha Bert am Steuer abwechseln. „Die siegerprobte Zakspeed Viper wurde in den letzten Wochen an das geänderte Reglement der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft angepasst“, sagt Teammanager Andreas Hainke. „Wir stehen am Samstag sehr gut vorbereitet am Start.“

Eine Reihe von „Fremdgängern“ finden sich in der Nennliste der Klasse SP6 bis 3.500 ccm Hubraum. Jörg Viebahn bestreitet einen Gaststart im Mitsubishi Lancer Evo 8 des Raeder Teams. Mit der Startnummer 152 bilden Arno Klasen, Michael Funke und Arnd Meyer, nicht zu verwechseln mit dem amtieren VLN-Champion Arnd Meier, ein starkes Fahrertrio im BMW M3. Eine Klasse darunter, in der SP5 lässt ein bekannter Name aufhorchen. Sven Heidfeld, Bruder von Formel-1-Star Nick Heidfeld, wechselt sich mit Airnergy-Geschäftsführer Guido Bierther am Steuer des BMW M3 GT-Air ab. „Ich will mich im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft so gut wie möglich auf meinen Einsatz im Airnergy-Team beim ADAC 24h-Rennen vorbereiten“, sagt der gebürtige Mönchengladbacher Heidfeld.

37 Fahrzeuge in der Klasse „SP3“
Soviel steht schon jetzt fest: Der erste Tabellenführer der Saison 2005 wird am Samstagabend ein Teilnehmer aus der Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum sein. Stattliche 37 Fahrzeuge gehen hier am Samstag pünktlich um 12:00 Uhr an den Start. Gemäß der Wertungsformel der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, erhalten die Teilnehmer die meisten Punkte, die die meisten Gegner in ihrer Klasse hinter sich gelassen haben.

Gute Chancen auf einen Klassensieg hat Claudia Hürtgen, die im BMW 320i des Schubert Teams an den Start geht. Die Aachenerin hat schon häufig bewiesen, dass sie im Rennwagen dem vermeintlich stärkeren Geschlecht in nichts nachsteht. In der vergangenen Saison ließ sie in der DMSB Produktionswagen Meisterschaft die versammelte männliche Konkurrenz hinter sich und holte den Meistertitel.

Eine Reihe starker Teams wettert gleichermaßen um die Führung in der Meisterschaft: Klaus-Peter Thaler und Heinz Remmen im von H&R Spezialfedern eingesetzten Renault Clio RS, Peter und Michael Bonk im BMW 320i oder Josef Klüber und Reinhard Huber im Opel Astra Coupé des Kissling Teams, um nur einige Aspiranten zu nennen.