12.08.2000

„Zweite Halbzeit“ startet mit Höhepunkt - 6 Stunden-Rennen: sechster Lauf zum Veedol Langstreckenpokal

NÜRBURGRING. Mit dem sechsten Lauf zum Deutschen Veedol Langstreckenpokal 2000 beginnt am Samstag, 12. August, die „zweite Halbzeit“ der zehn Rennen umfassenden klassischen Serie auf der 23,8 Kilometer langen Streckenkombination aus Nürburgring-Nordschleife und verkürzter Grand-Prix-Strecke. Und diese zweite Hälfte wird von einem Rennen eröffnet, das inzwischen als Höhepunkt der VLN-Saison gilt: das 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal Rennen, das vom MSC Ruhr-Blitz Bochum veranstaltet wird. Die guten Beziehungen des Veranstalters zum Autohersteller, dessen Markenzeichen ein Blitz ist, wird im Untertitel deutlich: „Um den Großen Preis der Opel-Werke Bochum“.

Den Unterschied zu den neun anderen VLN-Läufen bezieht das Ruhr-Pokal Rennen aus seiner Distanz.. Sechs Stunden Dauer machen es zur Ausnahme, die anderen Läufe gehen über dreieinhalb und vier Stunden. „Wir wollten mit den sechs Stunden innerhalb des Deutschen Veedol Langstreckenpokals etwas Besonderes schaffen“, sagt Rennleiter Horst Golombeck. Die längere Distanz hat Konsequenzen für die Teams. Während es bei den anderen neun Rennen beispielsweise möglich ist, dass ein Fahrer die gesamte Distanz allein fährt, geht es beim den 6 Stunden nicht ohne zweiten Fahrer.

Viele Teams nutzen die Gelegenheit auch, um einen Fahrer mehr als üblich einzusetzen. Für den Einzelnen bleiben die auf mehr Fahrer aufgeteilten Kosten erschwinglich. Drei Fahrer pro Auto werden so beim Ruhr-Pokal Rennen zur Norm, etliche Teams werden sogar mit Vierer-Besetzungen fahren. Sechs Stunden erfordern eine andere taktische Einstellung als vier oder dreieinhalb Stunden. Tankstopps, Reifenwechsel, Fahrerwechsel, alles will noch intensiver geplant sein. Das weiß auch die deutsche Renn-Legende Hans-Joachim Stuck. Der lange Bayer lässt sich das Ruhr-Pokal Rennen nicht entgehen. „Sechs Stunden Nürburgring-Nordschleife, das ist so mit das Schönste, was es für einen Rennfahrer gibt, sagt er.

Stuck fährt zusammen mit dem erfolgreichsten VLN-Piloten, Johannes Scheid (Kottenborn), auf dessen BMW M3 GTRS. Stuck/Scheid gehören zu den Top-Favoriten für den Gesamtsieg beim Ruhr-Pokal Rennen. Einen weiteren Erfolg peilt natürlich auch Peter Zakowski (Niederzissen), zusammen mit Markus Großmann (Grevenbroich) auf Chrysler Viper Sieger des fünften Laufs, an. Zakowski wird sich am Viper-Steuer wieder mit seinem etatmäßigen Partner Hans-Jürgen Tiemann (Soltau) abwechseln. Weitere Favoriten auf den Tages-Gesamtsieg: Ulrich Galladé (Dortmund), der allerdings den Porsche 996 GT MR nicht mit Olaf Manthey (Meuspath) fahren wird, sondern dieses Mal Uwe Schirrmeister aus Marl als Partner hat. Gute Chancen, ihren zweiten Gesamterfolg zu landen, haben auch CarlReh/Meinhard Rittmeier (Trier/Wermelskirchen) auf Chrysler Viper. Eine Reihe von Porsche-Teams sollten ebenfalls nicht übersehen werden. Denn Eines gilt: Beim 6-Stunden-Rennen ist (fast) alles anders, und Überraschungen sind bei dieser Distanz nicht die Ausnahme sondern die Regel.

Zeitplan: Samstag, 12. August, Training 8.30 Uhr bis 10 Uhr; 12 Uhr Start zum Rennen. Das Rennen wird abgewunken, wenn der nach sechs Stunden Führende über die Ziellinie fährt.