16.08.2016

Ausgeglichen wie nie – der TMG GT86 Cup

Als Nils Jung und Florian Wolf am Saisonbeginn ihr Ziel Gesamtsieg im TMG GT86 Cup verkündeten, sorgte das bei einigen im Fahrerlager für Erstaunen. Schließlich hatte das Duo, das in diesem Jahr für das Team Ring Racing startet, bis dahin noch kein Rennen im Markenpokal für sich entscheiden können. Doch die beiden Hessen haben ihren Worten Taten folgen lassen. Nach fünf VLN-Rennen haben Jung/Wolf zwei Siege auf ihrem Konto, beendeten alle bisherigen Läufe auf dem Podium und gingen als Halbzeitmeister in die Sommerpause.

Diese nutzte das Duo unter anderem, um im Urlaub Kraft für die zweite Saisonhälfte zu sammeln. Florian Wolf war auf Teneriffa, Nils Jung zog es in den hohen Norden nach Schweden. „Für den Anfang war das doch schon mal gar nicht so schlecht“, zieht Wolf sein Zwischenfazit und grinst beim Blick auf die Tabelle. „Allerdings haben wir durch etwas Pech in Lauf eins und Lauf fünf wichtige Punkte liegengelassen. Sechs Zähler Vorsprung in der Cup-Wertung sind nun wirklich kein Ruhekissen. Aber unser Ziel ist und bleibt der Gesamtsieg. Wir haben bewiesen, dass wir zu den Titel-Anwärtern gehören, daran wollen wir in der zweiten Saisonhälfte anknüpfen.“

Sein Teamkollege tritt dagegen eher ein wenig auf die Euphoriebremse und verweist auf den spannenden Dreikampf im TMG GT86 Cup. „Die ersten drei Teams sind nur durch elf Punkte voneinander getrennt. Ein schlechter Tag oder ein Ausfall und wir sind die Tabellenführung los.“ 88 Punkte haben Jung/Wolf in den fünf Rennen bisher eingefahren und liegen damit knapp vor Manuel Amweg/Thomas Lampert vom Toyota Swiss Racing Team (82 Punkte). Auf Rang drei folgen die Sieger des Saison-Auftaktrennens „Brody“, Bruno-Francesco Barbaro und Olivier Muytjens (Pitlane - AMC Sankt Vith) mit 77 Punkten. Auch das belgische Team mischt also noch munter mit im Titelkampf. Maschinenbau-Student Jung konzentriert sich deshalb lieber ganz auf das nächste Rennen. „Weiter fokussiert arbeiten, regelmäßig Punkte sammeln und sicher, ohne Ausfälle über die Runden kommen“, lautet seine Maxime.

Voll des Lobes ist derweil Ring Racing-Teamchef Uwe Kleen: „Die beiden sind ein eingespieltes Team. Sie haben sich im Laufe dieser Saison fahrerisch weiterentwickelt, was man an den ständig besser werdenden Rundenzeiten deutlich sehen kann. Sie machen kaum Fehler, halten sich an taktische Absprachen und geben unseren Technikern immer ein gutes Feedback über das Fahrverhalten des Autos. Bessere Fahrer kann man sich als Teamchef gar nicht wünschen.“

Ohnehin ist Ring Racing im Kampf um den Cup-Gesamtsieg in einer komfortablen Position. Die Mannschaft aus Boxberg nahe des Nürburgrings hat nämlich gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Ring Racing setzt nicht nur in Eigenregie das Auto der aktuellen Tabellenführer ein, sondern betreut auch den Toyota des Swiss Racing Teams. Deren Fahrer Manuel Amweg und Thomas Lampert haben in diesem Jahr ebenfalls schon zwei Siege eingefahren. „Beide Autos werden mit der gleichen Sorgfalt auf die Rennen vorbereitet. Für uns gilt dabei das Motto: Wir wollen gewinnen – mit welchem Auto ist uns egal“, so Kleen, der in der Rivalität keinen Interessenkonflikt im Team sieht.