05.07.2016

Martini-Kolumne: Jetzt sind wir wieder unter uns

Mag sein, dass das 24h-Rennen, das vor rund vier Wochen über die Bühne ging, für viele Teams und für viele Fans das Highlight der Saison 2016 war.
 Aber die VLN ist öfters und dafür länger.

In den ersten drei Läufen der Saison habe ich ja oft genug die Aussage von Leuten aus den GT3-Teams gehört, es sei ja „nur ein Test für’s 24 Stunden-Rennen“ gewesen. Leute, die VLN sollte nicht unter Wert verkauft werden. Ein Sieg auf der Nordschleife ist und bleibt auch in der VLN etwas ganz Besonderes – für jeden Fahrer, egal ob Profi oder Amateur. Gerade auch in Zukunft, wenn die VLN, gemeinsam mit dem Nürburgring, medial mehr aus sich machen wird.

Also gibt es genauso viele Teams und Fans, die sich sagen: Jetzt sind wir wieder unter uns, und wir freuen uns auf sieben weitere Highlights im Jahr 2016. Auch wenn das 24h-Rennen insbesondere in der Gunst der Medien weit oben steht, braucht sich die VLN nicht im Geringsten zu verstecken, was ihren sportlichen Wert angeht.
 Die spektakulären GT3-Autos, zumeist von Werksteams oder werksunterstützten Teams eingesetzt, haben natürlich den ersten drei Läufen der VLN-Saison ihren Stempel aufgedrückt. Sie werden jetzt etwas weniger zahlreich am Start sein, aber die SP9 bietet, gerade mit den VLN-Stammkunden wie Phoenix, Wochenspiegel Manthey, Frikadelli oder Walkenhorst, erstklassigen Motorsport auf der Nordschleife. Aber auch – und vor allem – in den anderen Klassen dürfen wir interessante und spannende Rennen erwarten. Dabei schielen sicherlich schon einige Teams auf die Meisterschaftstabelle, mit Blick auf einen möglichen Titelgewinn.

Können Alexander Mies und Michael Schrey ihre Meisterschaftschancen intakt halten? Ohne Zweifel sind sie im BMW M235i Racing Cup von Bonk Motorsport diejenigen, die es in der Cup5-Klasse zu schlagen gilt. Aber gerade in diesem Cup, in dem bis zu 20 Autos und mehr am Start sind, ist ein Klassensieg jedes Mal verdammt hart erkämpft, was Schrey und Mies in den ersten Läufen auch feststellen mussten.
 Spannung ist in den meisten der insgesamt 23 Klassen angesagt. Hoffen wir jetzt noch darauf, dass der Wettergott den Fans und insbesondere den vielen Sportwarten draußen an der Strecke wohl gesonnen ist.