18.05.2016

RTR dominiert Rennen – Arkenau die Trophy-Wertung

Das Team raceunion Teichman Racing (RTR) bestimmt auch nach dem dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die Rennen in der Premierensaison der Porsche Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing. Erneut feierte das Team aus Adenau den Klassenerfolg. Wie beim VLN-Auftakt Anfang April sicherten sich Marc Hennerici und Moritz Oberheim nicht nur den Sieg, sondern auch die Pole-Position sowie die schnellste Rennrunde. Obwohl mit Marcel Hoppe und Moritz Gusenbauer ein weiteres RTR-Duo für den Sieg beim zweiten Lauf des Jahres verantwortlich zeichnet, steht in der Trophy-Gesamtwertung ein anderes Fahrer-Duo ganz oben: Kai Riemer und Arnd Meier vom Team Arkenau Motorsport.

Für jeden der drei Rennsiege musste das RTR-Team in der neuen Cup-Klasse hart kämpfen – von einer Dominanz ist trotz der beeindruckenden Renn-Bilanz nicht zu sprechen. „Dazu ist das Feld der GT4 Trophy zu ausgeglichen“, sagt Moritz Oberheim. Den Beleg zu dieser Aussage lieferte auch das dritte Kräftemessen der Cayman. Oberheim/Hennerici verloren nach dem Start ihre Führungsposition an das GetSpeed-Trio Hamza Owega, Moritz Kranz und Daniel Mursch. Mit einem weiteren Trio – Willy Hüppi, Alexander Schula und Patrick Assenheimer – und dem Arkenau-Cayman mit Kai Riemer und Arnd Meier bildet sich ein Quartett, welches in der Folge unterhaltsame Positionskämpfe und Racing auf höchstem und fairen Niveau bot. Strategiebedingt wechselte die Führung zwischen den Teams mehrfach; mit Rundenzeiten um 8:50 Minuten bewegte sich die Spitze auf einem Level.

Erst in der letzten der vier Rennstunden dividierte sich das Spitzenquartett auseinander. Nach einer Kollision, die einen ungeplanten Boxenstopp nach sich zog, mussten sich Owega/Kranz/Mursch von allen Siegambitionen verabschiedeten. Auch Hüppi/Schula/Assenheimer bekamen Probleme, und fielen deutlich zurück. So setzten sich letztlich Hennerici/Oberheim in einem spannenden Schlussspurt gegen Riemer/Meier durch. Für Owega/Kranz/Mursch reichte es letztlich zu Rang drei. „Marc und ich haben zwar gepusht, aber sind kein unnötiges Risiko eingegangen. Diese Strategie ist aufgegangen und wurde mit dem Sieg belohnt“, sagte Moritz Oberheim nach dem Rennen.

Eben diesen schwierigen Spagat zwischen Risiko und Sicherheit meisterten Riemer/Arnd in der bisherigen Trophy-Saison am gelungensten und führen deshalb die Gesamtwertung an. Sie brachten ihre Startnummer 25 zweimal auf dem zweiten und einmal auf dem dritten Rang ins Ziel. Die siegreichen RTR-Cayman haben dagegen schon jeweils einen Rennausfall zu beklagen: Hennerici/Oberheim erwischte es im zweiten VLN-Lauf, Hoppe/Gusenbauer im Training zum dritten Rennen. „So eng liegt Freud und Leid im Motorsport zusammen. Am Morgen waren wir nach dem Unfall von Marcel Hoppe und Moritz Gusenbauer zutiefst betrübt, jetzt stehen wir als Sieger hier“, resümierte RTR-Teamchef Karl-Heinz Teichmann.