11.04.2016

V5-Klassensieg für BMW-Trio

Am Ende waren es mehr als eineinhalb Minuten Vorsprung auf Platz zwei. Was deutlich klingt, war mit harter Arbeit im Cockpit verbunden. Diese krönte das BMW-Trio Dominik Thiemann, Hajo Müller und Jens Riemer beim Auftaktrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mit dem Sieg in der Klasse V5. Im BMW E36 verwiesen sie die Porsche-Konkurrenz auf die Ränge zwei und drei. „Das war ein tolles Rennen. Zum ersten Mal haben wir es geschafft, beim Saisonauftakt direkt unsere Klasse zu gewinnen“, sagte ein freudiger Hajo Müller nach der Zieldurchfahrt bei der 62. ADAC Westfalenfahrt. „Ein perfekter Start in die Saison.“

Schon im Zeittraining hatte die Startnummer 450 ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit knapp vier Sekunden Vorsprung fuhr das Trio mit 9:28.879 Minuten die Bestzeit in der Klasse. Eine gute Ausgangsposition, die Startfahrer Jens Riemer nicht 100-prozentig nutzen konnte. Der Porsche Cayman vom Team Pixum Adrenalin Motorsport zog zunächst am BMW vorbei und führte das V5-Feld in den ersten Runden an. Christian Büllesbach, Andreas Schettler und Daniel Zils sollten über vier Stunden auch die härtesten Widersacher des BMW-Trios bleiben.

Als Müller wenig später den Platz mit Riemer tauschte, wendete sich das Blatt. Der Odenthaler machte mächtig Druck, ging am Porsche vorbei und fuhr im weiteren Verlauf seines Stints einen satten Vorsprung von rund einer Minute heraus. Auf Schlussfahrer Thiemann war nach dem erneuten Fahrerwechsel Verlass. Er baute den Vorsprung sogar noch aus und sicherte den Klassensieg vor dem Adrenalin-Porsche und einem weiteren Cayman vom Team Prosport Performance (Timo Möllig/Nicolaj Møller Madsen/Nico Verdonck). „Wir wussten, was wir können. Aber trotzdem haben wir nicht mit dem Erfolg in der Klasse, die normalerweise von den Porsche Cayman dominiert wird, gerechnet“, so Müller. „Das Rennen ist für uns aber optimal verlaufen. Wir waren schnell genug und konnten die Konkurrenz auf Distanz halten.“

Eine Tatsache, die auch dem nötigen Quäntchen Glück geschuldet war. Schließlich machte bereits nach dem Training das Differential beim BMW Probleme – was die Mechaniker den Fahrern verschwiegen. Müller: „Eine Reparatur war nicht mehr möglich. Am Schluss hat das Differential dann völlig den Geist aufgegeben – zum Glück hat es gereicht.“

Entsprechend gut war die Stimmung, zumal die Klasse schon beim Auftakt mit 14 Startern gut besetzt war, was noch höhere Ambitionen im Team weckt. „Vielleicht können wir in dieser Saison sogar um die Meisterschaft kämpfen“, so Müller.