05.04.2016

Potenzial des BMW M6 GT3 blitzt auf

Der BMW M6 GT3 hat den ersten Härtetest auf der Nordschleife hinter sich. Beim Auftakt-Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring sammelten insgesamt sechs M6 die ersten Rennkilometer in der Grünen Hölle – für einen Platz auf dem Podium kamen sie am 2. April aber noch nicht infrage. Nach vier Stunden erreichte der BMW vom Team Walkenhorst Motorsport die beste Platzierung. Mattias Henkola und Michele Di Martino wurden mit der Startnummer 35 als Gesamtsiebte abgewunken.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem siebten Platz“, sagte Di Martino. „Die Rennpremiere im BMW M6 GT3 ist auf jeden Fall gelungen. Wir hatten schon einen guten Start und sind auch danach ohne große Probleme durchgekommen. So kann es weitergehen.“ Ähnlich zufrieden äußerten sich auch die Protagonisten bei Rowe Racing und Schubert Motorsport, die ebenfalls auf das neue GT3-Flagschiff aus München setzen.

Vor allem in der Anfangsphase des ersten VLN-Laufs deutete sich das Potenzial des BMW M6 GT3 an. Für Rowe Racing rollte BMW-Werksfahrer Dirk Werner, der sich das Cockpit mit DTM-Pilot Maxime Martin und Philipp Eng teilte, das Feld von hinten auf. Binnen fünf Runden hatte sich Werner vom 16. Startplatz bis auf Rang fünf nach vorne gekämpft. Technische Probleme machten ein gutes Gesamtresultat dann aber zunichte. „Die ersten Eindrücke vom Auto waren wirklich gut“, wusste Martin nichtsdestotrotz zu berichten. „Allerdings wissen wir auch, dass wir noch eine Menge Arbeit vor uns haben. Ich bin mit der Basis des Autos sehr zufrieden. Jetzt müssen wir es weiterentwickeln.“

Beim Schwesterfahrzeug, in dem Klaus Graf zusammen mit seinen neuen Teamkollegen Richard Westbrook und Markus Palttala unterwegs war, spielte Rowe Racing nach ebenfalls gutem Start im Laufe des Rennens unterschiedliche Abstimmungs-Varianten durch. Im Endklassement landete das Trio auf dem 17. Platz. „Wir sind froh, mit unseren neuen Autos die ersten Kilometer im Rennbetrieb absolviert zu haben“, bilanzierte Rowe-Teamchef Hans-Peter Naundorf. „Unsere ersten Eindrücke sind positiv. Es gibt allerdings noch ein paar Nordschleifen-spezifische Themen, die wir aussortieren müssen.“

Auch bei den zwei weitere M6 GT3, die vom Team Schubert Motorsport eingesetzt wurden, stand besonders die Abstimmungsarbeit im Vordergrund. DTM-Pilot Augusto Farfus beendete gemeinsam mit Jesse Krohn und Jörg Müller das Rennen auf dem 22. Gesamtrang, das Schwesterauto mit Jens Klingmann, Lucas Luhr und John Edwards schied nach einem Unfall in der letzten Rennrunde aus. Teamchef Thorsten Schubert: „Dieser Unfall war natürlich sehr schade. Für uns ging es im Rennen nicht um Ergebnisse sondern nur darum, möglichst viele Testkilometer zu sammeln.“

So zufrieden Henry Walkenhorst mit dem siebten Rang seiner Nummer 35 auch war, so enttäuschend war der Ausfall seines zweiten BMW nach bereits acht Rennrunden. „Das war ärgerlich, denn wir brauchen jeden Testkilometer“, sagte Walkenhorst. „Aber dennoch kann man die Premiere mit dem neuen Auto als gelungen bezeichnen. Mit der Performance des BMW M6 GT3 sind wir sehr zufrieden.“

Nach den ersten Eindrücken auf der Nordschleife darf mit Spannung erwartet werden, wie sich der neue BMW M6 GT3 beim zweiten VLN-Lauf am 30. April schlägt.