02.11.2015

Dramatische Entscheidung auf den letzten Metern

Der Kampf um die Krone im Opel Astra OPC Cup 2015 ist entschieden: Im zehnten und letzten Saisonrennen des beliebten Opel-Markenpokals reichte den Finnen Jari Nuoramo und Juha Hannonen sowie dem Luxemburger Daniel Bohr ein zweiter Platz, um sich in der Meisterschaftstabelle mit nur zwei Punkten Vorsprung gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen. Allen voran die Zwillinge Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche, die gemeinsam mit dem Finnen Hannu Luostarinen beim Finale ihren fünften Saisonsieg feierten. Doch der siebte Podestplatz in dieser Saison reichte Nuoramo/Hannonen/Bohr, um die Titelverteidiger denkbar knapp in die Schranken zu weisen.

Für das Team Lubner Motorsport ist es nach 2014 der zweite Meistertitel im dritten Jahr des Cups. „Wir sind überglücklich“, freute sich Bohr. Und selbst seinen eher nüchternen finnischen Kollegen war die Freude anzusehen. „Eine unglaubliche, unvergessliche Saison“, fasste Nuoramo zusammen. Starke Dritte in der Meisterschaft wurden Jasmin Preisig und Marcel Senn. Die Schweizer kamen zum Saisonende immer besser in Fahrt und holten beim Finale mit Rang drei ihre dritte Podiumsplatzierung in Folge.

„Unser Ziel war von Beginn an die Meisterschaft zu gewinnen – und das war, zumindest nach dem ersten gewerteten Rennen, eigentlich schon in weite Ferne gerückt. Null Punkte waren alles andere als ein idealer Start in die Saison“, blickt Bohr zurück. „Danach lief es für uns immer gut. Wir hatten keine Probleme, das Team von Mirko Lubner hat uns Rennen für Rennen ein perfekt vorbereitetes Auto hingestellt und fehlerfrei gearbeitet. Leider hat es für einen Sieg nie ganz gereicht. Aber am Ende ist das egal. Das Ergebnis zählt, und wir sind Meister.“ Überglücklich war auch Teamchef Mirko Lubner: „Das ist einfach der Hammer! Die drei Jungs haben einen fantastischen Job gemacht. Sie verstehen sich gut und ergänzen sich. Das hat uns es leichter gemacht, die richtige Strategie zu wählen“. Trotzdem waren für ihn die letzten Minuten an der Boxenmauer furchtbar: „Wir mussten ja, wenn das Ti-Tarvike-Auto gewinnt, auf jeden Fall Zweiter werden. So lange der Titel nicht sicher war, habe ich gezittert. Das waren bange Minuten.“

Die über weite Strecke als Favoriten auf die Meisterschaft gehandelten Fritzsche-Zwillinge und Luostarinen taten nach zwei Ausfällen in Folge im Finale alles, was in ihrer Macht stand, um noch einmal eine Wende in der Meisterschaftsentscheidung herbeizuführen. Trotz des fünften Klassensiegs in diesem Jahr hatten sie am Ende aber das Nachsehen. „Wenn du fünf von zehn Rennen gewinnst und am Ende in der Tabelle nicht ganz oben stehst, bist du natürlich enttäuscht und traurig“, erklärte Jürgen Fritzsche. „Aber wir werden es verkraften ... Glückwunsch an die neuen Meister!“ Woran es am Ende gelegen hat, erläutert Teamkollege Hannu Luostarinen: „Im Opel Astra OPC Cup darfst du dir keine Fehler erlauben. Zwei Rennen ohne Punkte sind nicht aufzuholen. Die Enttäuschung ist groß – darüber tröstet auch der Klassensieg nicht hinweg.“ Apropos Klassensiege: In der Statistik der Klassensiege (seit 1990) liegt Heinz-Otto Fritzsche jetzt mit 82 auf Platz eins.

Sie hatten in dieser Saison wohl die wenigsten auf der Rechnung: Jasmin Preisig und Marcel Senn, die gemeinsam ihre erste komplette Nordschleifen-Saison im Opel Astra OPC Cup bestritten. Das Schweizer Duo kam zum Saisonende immer besser in Schwung und wurde in den letzten drei Saisonrennen zweimal Dritter und einmal Zweiter. Der Lohn für die Mühen: Platz drei in der Endabrechnung. „Das ist der Wahnsinn. Damit haben wir echt nicht gerechnet“, jubelte Preisig. „Wir wollten immer einen Platz unter den ersten Drei erreichen, aber irgendwie erschien uns das nicht realistisch.“

Glückwünsche an die neuen Meister richtete auch Opel Motorsport Direktor Jörg Schrott: „Hinter uns liegt eine unglaublich spannende Saison, die bis zum Schluss offen war. Gratulation an das Team von Lubner Motorsport. Der Opel Astra OPC Cup hat sich als feste Größe in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring etabliert, und wir dürfen uns auf eine spannende Fortsetzung in der Saison 2016 freuen.“

"Opel".