15.09.2015

Aufholjagd mit Klassensieg gekrönt

„Das Glück, das uns beim sechsten Lauf gefehlt hat, haben wir heute ganz sicher gehabt“, sagte Stein Tveten, Teamchef und Fahrer des Teams aesthetic racing. Auf das Training des Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennens traf diese Aussage jedoch so gar nicht zu. Als dort in einem kleinen Fenster unter trockenen Bedingungen beim siebten VLN-Lauf die schnellsten Zeiten gefahren wurden, stand der Porsche zum Fahrer- und Reifenwechsel an der Box. Auf der dann wieder nasseren und folglich langsameren Strecke reichte es so nur zu einem durchwachsenen vierten Startplatz.

Zu Rennbeginn kam es für das Team sogar noch schlimmer: Die Slicks erwiesen sich auf der nach wie vor nassen Strecke als die falsche Reifenwahl und ein technisches Problem am Fahrwerk bremste die schnelle Fahrt zusätzlich. Nach zwei unplanmäßigen Boxenstopps war jedoch alles wieder im Lot und die Aufholjagd konnte beginnen.

Zunächst war es an Yannick Fübrich, der mit konstant schnellen Rundenzeiten Boden auf die Konkurrenz gut zu machte und sich Position um Position sowohl in der Klasse V6 als auch im Gesamtklassement nach vorne zu kämpfte. Im mittleren Renndrittel setzte Tveten die Aufholjagd vehement fort. So übergab Tveten als Klassenzweiter das Steuer erneut an Fübrich, der weiß-blauen Porsche zur Schlussattacke blies. Jede Runde bewegte er sich am absoluten Limit und schaffte es tatsächlich, in der letzten Rennstunde die Führung in der V6 zu übernehmen. Einmal in Front, war er nicht mehr zu bremsen und fuhr bis zur Zielflagge einen Vorsprung von 48 Sekunden heraus. „Wir Fahrer stehen meist im Fokus. Heute aber hat man gesehen, dass Motorsport ein Mannschaftssport ist. Es waren auch unsere fantastischen Boxenstopps, die wertvolle Zeit gewonnen und unsere Aufholjagd ermöglicht haben. Eine große Teamleistung“, so ein überglücklicher Tveten. Fübrich ergänzte: „Zwei Siege und ein zweiter Platz aus den vergangenen drei Rennen: Das nennt man wohl einen Lauf. Und das in einer wirklich hart umkämpften Klasse.“

"aesthetic racing".