10.05.2003

Jutta Kleinschmidt im Porsche am „Ring“ - Paris-Dakar-Siegerin startet beim 5. Lauf der Langstreckenmeisterschaft

NÜRBURGRING. Nur eine Woche dauert die Pause zwischen dem vierten und dem fünften Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2003. Auf das ADAC Eifelrennen am 3. Mai folgt bereits am Samstag, 10. Mai, die 34. Adenauer ADAC-Rundstrecken-Trophy. Der MSC Adenau hat sich für diesen Termin entschieden. Man hatte die Möglichkeit, eine Woche später zu fahren, wäre dann aber nur knapp zwei Wochen vor dem 24-Stunden-Rennen gewesen, wo traditionsgemäß viele VLN-Stammteams starten. Hartmut Mauer, Sportleiter des MSC Adenau: „Vierzehn Tage Abstand wären vielen Teams zu wenig gewesen, und sie hätten auf einen Start bei uns verzichtet. So haben wir in den sauren Apfel gebissen und sind auf den Termin eine Woche nach dem Eifelrennen gegangen.“ Das Eifelrennen gehört nicht zum Standard-Programm der erfolgreichsten europäischen Langstreckenserie. Es wurde als elfter Wertungslauf aufgenommen, nicht zuletzt auf Wunsch des ADAC Nordrhein, der es als Testlauf für „sein“ 24-Stunden-Rennen sah.

Die von einigen Pessimisten geäußerte Befürchtung, der fünfte Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft werde „keine 100 Teilnehmer“ haben, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. 141 Nennungen liegen vor. Das ist ein deutlicher Hinweis auf die Stärke der Serie und das Interesse am Breitensport, wenn dieser für die Teams finanziell erträglich, aber auf hohem Niveau präsentiert wird.

Bei den ersten vier Saisonrennen waren immer wieder Teams aus dem Profi-Rennsport am Start, OPC Team Phoenix und Abt Audi. Ihre modifizierten DTM-Fahrzeuge, besetzt mit Werksfahrern, waren eine Bereicherung. Aber sie wurden deshalb von den Fans an der Nordschleife nicht mehr gefeiert wie jedes andere Auto, wenn der Fahrer eine gute Leistung bietet. Das VLN-Publikum ist für seine Sachkenntnis und Objektivität bekannt. Für die Werksteams waren die Einsätze Testläufe für das 24-Stunden-Rennen. Bei der Adenauer Rundstrecken-Trophy werden sie nicht starten. Was dem sportlichen Wert des Rennens keinen Abbruch tut. In gewisser Weise kehrt die BFGoodrich nach dem Eifelrennen zur „Normalität“ zurück. Beim Eifelrennen war der Start um 16 Uhr, und gefahren wurde die Strecken-Kombination aus Nürburgring-Nordschleife und Grand-Prix-Kurs (25,94 Kilometer). Die Adenauer Rundstrecken-Trophy wird um 12 Uhr gestartet, und gefahren wird die 24,433 Kilometer lange übliche „VLN-Runde“, die aus der Nordschleife und der Kurzanbindung der GP-Strecke (Sprintstrecke) besteht.

Prominenter VLN-Neuzugang ist beim Rennen des MSC Adenau Paris-Dakar-Siegerin Jutta Kleinschmidt (Köln). Zusammen mit dem Engländer Jonathan Price, der zwei der bisherigen BFGoodrich-Meisterschaftsläufe dieser Saison als Gesamtsieger beendete, fährt sie einen Porsche GT3. Außer Kleinschmidt zieren die Namen der besten Nürburgring-Langstreckenspezialisten die Nennungsliste. So stehen auch vor dem fünften Saisonlauf schon zwei Sieger fest: Der Motorsport und die Fans.

Das Zeittraining ist von 8.30 Uhr bis 10 Uhr. Die Renndauer beträgt 3,5 Stunden und startet um 12:00 Uhr.