08.04.2014

Starkes Teilnehmerfeld beim zweiten Lauf

Vor fünf Jahren startete in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die Palastrevolution. Lance-David Arnold (Duisburg) und Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) feierten 2009 beim 34. DMV 4-Stunden-Rennen im Porsche 911 GT3 Cup S den ersten Sieg eines GT3-Fahrzeugs auf der Nürburgring Nordschleife. Ein halbes Jahrzehnt später sind die Traumsportwagen, die nach dem weltweit anerkannten Reglement der FIA aufgebaut sind, in der populärsten Breitensportserie Europas nicht mehr wegzudenken, stehen sie doch für Ausgeglichenheit an der Spitze des Teilnehmerfeldes und als Folge dessen spannende Rennen auf der schönsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt, der Nürburgring Nordschleife. Wie gewohnt ist die Renngemeinschaft Düren Ausrichter des zweiten Saisonlaufs. Und der Traditionsverein aus der ‚Euregio’ blickt voller Vorfreude auf die 39. Ausgabe des DMV 4-Stunden-Rennens. Mehr als 170 Rennfahrzeuge – von seriennahen Renntourenwagen bis zu besagten GT3-Boliden – werden am Samstag, 12. April pünktlich um 12 Uhr das Rennen über die Distanz von vier Stunden in Angriff nehmen. Rund um die Nordschleife ist das Erlebnis Langstreckenmeisterschaft kostenlos. Für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und einem Besuch im Fahrerlager inklusive Startaufstellung sind pro Person familienfreundliche 15 Euro zu entrichten. Jugendliche unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Tickets sind an den Tageskassen vor Ort erhältlich. Alle Informationen rund um die populärste Breitensportserie Europas gibt es im Internet auf der Webseite www.vln.de.

Aus den hoffnungsvollen Nachwuchstalenten von damals sind mittlerweile etablierte Sportwagenpiloten geworden, die nicht nur in der ‚Grünen Hölle’ großartige Erfolge gefeiert haben. Beim Auftaktrennen der Saison 2014 stellte Arnold an der Seite von Jeroen Bleekemolen (Niederlande) und Andreas Simonsen (Schweden) sein Talent zum wiederholten Mal unter Beweis. Im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon startete der Duisburger mit Platz zwei in die Nordschleifen-Saison. Beim zweiten Rennen möchte es ihm Mamerow nun gleichtun. Zusammen mit René Rast (Stolzenau) teilt er sich das Cockpit eines von zwei Audi R8 LMS ultra von Phoenix-Racing. Das Team aus Meuspaht feierte mit dem Supersportler aus Ingolstadt vor zwei Wochen einen souveränen Sieg bei der 60. ADAC Westfalenfahrt.

Mamerow zählt zu den schnellsten Piloten auf der Nordschleife und konnte bereits neun Siege einfahren. Beim zweiten VLN-Lauf trifft er auf eine Reihe von starken Teams, die bei der Vergabe des Tagessieges ein Wörtchen mitreden wollen. Eine ganze Armada von BMW Z4 GT3 ist am Start, eingesetzt von Uwe Alzen Automotive, den BMW Sports Trophy Teams Schubert und Marc VDS sowie Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop. Die Mercedes-Benz-Fraktion ist mit Flügeltürern von ROWE RACING und Car Collection vertreten. Nicht fehlen dürfen natürlich auch die schnellen Porsche von Falken Motorsports, Frikadelli-Racing und Manthey-Racing sowie die exotischen Einzelkämpfer von Aston Martin und McLaren. Die Spitzengruppe aufmischen will das Team Gazoo Racing mit dem werksunterstützten Lexus LFA-A. Am Volant wechseln sich die beiden Japaner Takayuki Kinoshita und Kazuya Oshima ab. Der bullige Asia-Renner startet in der Klasse SP8 für VLN-Specials bis 6.250 ccm Hubraum. In Summe kommen in den großen Fahrzeugklassen mehr als 50 Fahrzeuge für eine der vorderen Top-Platzierungen infrage.

Auf der Nordschleife ist nicht nur Speed gefragt, sondern vor allem bei einem Langstreckenrennen auch jede Menge Erfahrung. Hier sticht ein Porsche-Team hervor, dem es an dieser nicht mangelt. Wolfgang Destree (Zornheim), Kersten Jodexnis (Hannover) und Reinhold Mölig (Waldalgesheim) vereinen nicht nur 179 Lebensjahre in einem Cockpit sondern auch 55 Klassensiege in der VLN Langstreckenmeisterschaft. Mölig, der den langjährigen Fans vor allem durch seine Zeit im Audi S2 Ende der Neunzigerjahre und seinen Exkurs in den V8STAR zu Beginn des neuen Jahrtausends in Erinnerung sein dürfte, feiert 2014 nach vier Jahren Auszeit ein Comeback. Das Trio bestreitet das DMV 4-Stunden-Rennen mit einem Porsche 911 GT3 in der Klasse der VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum.

Apropos ‚Alte Hasen’: Eine ebenfalls sehr erfahrener Racer ist in der neu geschaffenen Klasse Cup5 am Start. Harald Grohs (Essen) pilotiert den BMW M235i RACING des Team Scheid-Partl Motorsport. Vor 27 Jahren war Grohs der erste Sieger mit dem BMW M3 E30 beim DTM-Auftaktrennen in Hockenheim. In der Langstreckenmeisterschaft bringt es der Essener auf zwei Gesamtsiege und immerhin elf Klassensiege. In dem BMW-Markenpokal trifft Grohs auf starke Konkurrenz. Ab dem DMV 4-Stunden-Rennen werden nun auch Punkte für die Cup-Wertung vergeben, so dass es jetzt gilt, Vollgas zu geben.

Die veranstaltende Renngemeinschaft Düren rechnet mit mehr als 170 Teilnehmern. In der ‚Grünen Hölle’ treten Fahrzeuge von 20 unterschiedlichen Automobilherstellern an. Die mehr als 400 Fahrer kommen aus 26 Nationen, unter ihnen neun Frauen. Rund 70 Fahrzeuge kommen aus dem Kreis der VLN-Specials, jeweils um 50 aus der Gruppe der VLN-Produktionswagen und der Cup-Fahrzeuge.

Der Startschuss zum Rennen über die Distanz von vier Stunden fällt am Samstag, 12. April pünktlich um 12 Uhr. Zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Startplätze ausgefahren. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport1 am 19. April um 16:30 Uhr.