25.03.2014

Saisonauftakt 2014: Jubiläum reloaded

Vor rund einem Jahr musste das erste Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft aufgrund starker Schneefälle in der Eifel abgesagt werden. 2014 ist das Wetter dem ADAC Westfalen als traditionellem Veranstalter des Saisonauftakts wohlgesonnen. „Die 60. ADAC Westfalenfahrt findet statt“, freut sich Horst Helmut Bube, Sportleiter des Regionalclubs. „So können wir in diesem Jahr endlich das 60-jährige Jubiläum unserer Traditionsveranstaltung feiern.“ Und ein Blick auf die vorläufige Teilnehmerliste macht deutlich: Die Fans der einzigartigen Nordschleifenrennserie erwartet ein Motorsportfest der Superlative. Mit von der Partie ist das ‚Who is Who’ der europäischen Langstrecken-Szene. Der Veranstalter rechnet mit rund 180 Fahrzeugen, die aufgeteilt in 27 unterschiedliche Fahrzeugklassen das Rennen über die Distanz von vier Stunden in Angriff nehmen werden. Rund um die Nordschleife ist das Erlebnis Langstreckenmeisterschaft kostenlos. Für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und einem Besuch im Fahrerlager inklusive Startaufstellung sind pro Person familienfreundliche 15 Euro zu entrichten. Jugendliche unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Tickets sind an den Tageskassen vor Ort erhältlich. Alle Informationen rund um die populärste Breitensportserie Europas gibt es im Internet auf der Webseite www.vln.de.

In der Spitzengruppe geben sich eine Reihe namhafter Teams die Ehre. Audi ist durch das zweifache DTM-Meister-Team Phoenix Racing und die Busch-Zwillinge vertreten. In den Farben von BMW gehen Uwe Alzen Automotive, Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop sowie die BMW Sport Trophy Teams Marc VDS und Schubert ins Rennen. Die spektakulären SLS AMG GT3 Flügeltürer von Mercedes-Benz bringen Black Falcon, Car Collection Motorsport und ROWE RACING an den Start. Die Porsche-Fraktion ist durch Falken Motorsports, Frikadelli Racing, das Haribo Racing Team und Manthey Racing prominent vertreten. Mehr als nur Farbkleckse im Teilnehmerfeld sind Dörr Motorsport mit dem schnittigen McLaren MP4 12C, das Aston Martin Test Centre mit einem Aston Martin Vantage GT3, Jürgen Alzen Motorsport mit der beliebten Rennflunder Ford GT3, das Team racing one mit dem rassigen Ferrari F 458 und die Privatiers Löhnert/Löhnert/Jäger mit ihrer bulligen Corvette C6. Einen echten Favoriten auszumachen, gleicht gerade zu Saisonbeginn dem Glücksspiel. Seit einigen Jahren sorgt die ‚Balance of Performance’, die Einstufung unterschiedlicher Fahrzeugkonzepte über bestimmte Parameter auf einem vergleichbaren Leistungsniveau, für Ausgeglichenheit bei der Entscheidung um den Gesamtsieg. Und die Ergebnisse der jüngsten Vergangenheit geben der dafür verantwortlichen Technikkommission Recht. Die bunte Abwechslung im Teilnehmerfeld spiegelt sich auch in den Siegerlisten wider.

Nicht weniger als fünf Cup-Klassen werden in der neuen Saison der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring für Furore sorgen. Mit der Startnummer 1 gehen die amtierenden Meister Dirk und Tim Groneck (beide Melle) weiterhin in der Renault Clio Cup Klasse an den Start. Daneben sind auch die Klasse für Porsche Cup-Fahrzeuge, der Opel Astra OPC Cup sowie der TMG GT86 Cup wieder ausgeschrieben. Neu in diesem Jahr ist der BMW M235i Racing Cup. Da sich im Vorfeld der Saison die Auslieferung der Cup-Tourenwagen aus München jedoch auf Grund der hohen Zahl an Bestellungen leicht verzögerte – die Fahrzeuge werden nun unmittelbar vor dem Rennen an die Teams ausgeliefert – geht der erste Lauf nicht in die Cup-Wertung ein. Trotzdem hat eine Reihe von Teams ihre Nennung für die 60. ADAC Westfalenfahrt abgegeben. Schließlich gilt es nicht nur Testkilometer mit dem M235i zu absolvieren, sondern mit Augenmerk auf die Meisterschaftswertung der VLN keine Punkte zu verschenken.

Motorsport vom Feinsten versprechen sich die fachkundigen Fans der Langstreckenmeisterschaft von der Klasse V6 (VLN-Produktionswagen bis 3.500 ccm Hubraum). Hier treffen gleich fünf seriennahe Fahrzeugmodelle aufeinander: BMW M3, BMW Z4, Mercedes-Benz 350 SLK, Porsche 911 Carrera (Baureihe 991) und Porsche Cayman. Mit vorläufig 13 Nennungen avanciert die V6 zu einer potentiellen Meisterklasse 2014. Mehr Fahrzeuge sind nur in der Opel-Cup-Klasse sowie der GT3-Klasse SP9 zu erwarten. Die Anzahl der direkten Gegner spielt in der Langstreckenmeisterschaft eine große Rolle, denn das Team, das in seiner Klasse die meisten Kontrahenten hinter sich lässt, bekommt auch die meisten Punkte.

Der Startschuss für die 60. ADAC Westfalenfahrt fällt am Samstag, 29. März pünktlich um 12 Uhr. Zuvor entscheidet das Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr über die Startaufstellung. Tags zuvor (28. März) bereitet sich im Rahmen von Test- und Einstellfahrten von 8:30 bis 14 Uhr auf dem Grand-Prix-Kurs sowie 16 bis 18 Uhr auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Kurzanbindung und Nordschleife eine Vielzahl der VLN-Teilnehmer auf den Einsatz vor. Eine Zusammenfassung des Auftaktrennens zeigt der Sender Sport1 am 5. April um 16 Uhr. Wiederholungen werden auf Sport1+ ausgestrahlt.