26.06.1999

Die VLN-Fangemeinde wächst ständig - 6. Lauf zum Langstreckenpokal: ADAC-Barbarossapreis am 26. Juni

NÜRBURGRING. Mit dem 31. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig startet der Deutsche Veedol Langstreckenpokal Nürburgring am Samstag, 26. Juni, in die zweite Hälfte seiner 24. Saison. Drei Wochen liegen zwischen dem fünften und dem sechsten Lauf der zehn Rennen umfassenden Serie. Für viele VLN-Teilnehmer und ihre Autos waren es aber keine drei Wochen der Ruhe, denn sie starteten auch beim ADAC-24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Daß Gesamtsieger und Gesamtzweiter dieses Marathon regelmäßige Starter im Veedol-Langstreckenpokal sind, spricht für die die Qualität dieses Wettbewerbs. Es gewann die Chrysler Viper, die mit den Fahrern Hans-Jürgen Tiemann (Soltau) und Peter Zakowski (Niederzissen) alle bisherigen fünf VLN-Läufe als Gesamtsieger beendete, vor dem Porsche 993 mit den VLN-Stammfahrern Jürgen Alzen (Kausen) und Uli Richter (Essen), auch im Veedol Langstreckenpokal als Viper-Jäger unterwegs.

Daß viele Fahrinnen und Fahrer aus dem Veedol Langstreckenpokal beim 24 Stunden-Rennen am Start waren, ist sicherlich erfreulich, hat aber andererseits vor allem für den nächsten VLN-Veranstalter einen Nachteil. Günter Spann vom MSC Sinzig: "Beim 24 Stunden-Rennen ist manches Fahrzeug beschädigt worden oder hat einen Defekt erlitten. Nicht alle sind bereits wieder einsatzbereit. Deshalb rechnen wir mit maximal um die 120 Teilnehmern." Was natürlich immer noch ein großes Feld ist, das bei den Fans an der Strecke keine Langeweile aufkommen läßt.

Die VLN-Fangemeinde scheint ohnehin in permanenter Aufwärtsentwicklung zu sein. Jeweils 15.000 Besucher kamen im Durchschnitt zu den ersten fünf Rennen. Der Samstag als VLN-Tag steht längst als fester Termin in vielen Kalendern. Hochklassiger Motorsport auf der klassischen Nürburgring-Nordschleife verfehlt nicht seine Anziehungskraft. Den erneuten Beweis dafür wird der 31. ADAC Barbarossapreis liefern.

Nach zwei Rennen über Nordschleife und kompletten Grand-Prix-Kurs wird beim Barbarossapreis wieder die Nordschleife mit der Kurzanbindung der Grand-Prix-Strecke gefahren. Und dies 23 Mal, und nicht eine Runde wird wie die andere sein, aber jede ist voller Abwechslung und Spannung für Aktive und Zuschauer. Favoriten für den Gesamtsieg beim Barbarossapreis sind erneut Tiemann/Zakowski und ihre Chrysler Viper. Die Konkurrenz, vor allem die Porsche-Meute, kann derzeit nur auf einen Ausfall des bisherigen Seriensiegers hoffen. Davon profitieren könnten in der Gesamtwertung auch Klaus-Peter Thaler und Heinz Remmen (Gevelsberg/Finnetrop). Die Opel-Astra-Piloten haben nach einem "Ausrutscher" wieder zur Spitze aufgeschlossen, rangieren direkt hinter Tiemann/Zakowski. Sie dürfen sich allerdings auch selbst keinen Schnitzer erlauben, denn nur ein Zehntelpunkt trennt sie von ihren Verfolgern Wilfried Schmitz und Bernd Degner (Setterich/Leichlingen) auf Honda Civic.