04.07.2012

Auch Lauf fünf ist noch für Überraschungen gut

Am 7. Juli beschließt das 52. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen die erste Saisonhälfte der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Und selbst wenn schon vier packende Rennen in diesem Jahr für Schlagzeilen gesorgt haben - auch der fünfte Lauf ist noch für Überraschungen gut. Das Fahrerkarussell dreht sich in der beliebtesten nationalen Rennserie in Deutschland nicht nur am Jahresende. Auch in der laufenden Saison sorgen kleine und große Rochaden für neue Kombinationen. Den Sommerferien in neun Bundesländern geschuldet, ist das Teilnehmerfeld bei der Veranstaltung des Dortmunder MC etwas kleiner als gewohnt; unter den zumeist mehr als 400 Fahrern eines Rennens gibt es nicht nur in den Reihen der Privatiers unzählige Familienväter. Dies wird der Spannung im Kampf um den Gesamtsieg und die vorderen Positionen in den vielen unterschiedlichen Fahrzeugklassen jedoch keinen Abbruch tun. Denn selbst ein Starterfeld von 150 bis 160 Fahrzeugen ist mehr, als jede andere Rennserie in Europa vorweisen kann. Rund um die Nordschleife ist der Eintritt kostenlos. Für den Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, dem Fahrerlager sowie der Startaufstellung sind pro Person familienfreundliche 15 Euro zu entrichten. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Tickets sind vor Ort an den Tageskassen erhältlich. Alle Informationen rund um die Langstreckenmeisterschaft gibt es im Internet auf der offiziellen Website www.vln.de sowie auf Facebook unter www.facebook.com/vln.de.

Das in der Saison 2012 bereits siegreiche Schubert-Team meldet sich nach einem Rennen Pause in der Langstreckenmeisterschaft zurück. Und die Fahrerbesetzung des BMW Z4 GT3 hat es wirklich in sich. Neben der Stammpilotin Claudia Hürtgen (Aachen) und dem Champion der Porsche GT3 Cup Challenge im Nahen Osten, Abdolaziz Al Faisal (Saudi Arabien), bestreitet Klaus Abbelen (Barweiler) einen Gaststart im bayrischen Sportcoupé. Für den erfahrenen Hobby-Piloten, der normalerweise an der Seite seiner Lebensgefährtin Sabine Schmitz (Barweiler) im beliebten Frikadelli-Porsche Platz nimmt, ist der Einsatz im Z4 ein Blick über den Tellerrand. Sabine Schmitz wird übrigens wie gewohnt zusammen mit Christopher Brück (Köln) und Patrick Huisman (Niederlande) den teameigenen GT3-Porsche an den Start bringen. Frischen Wind gibt es auch im zuletzt siegreichen Phoenix-Team. Die Lokalmatadore aus Meuspath nahe des Nürburgrings bringen wieder zwei bärenstarke Audi R8 LMS ultra an den Start, pilotiert von Christer Jöns (Ingelheim) und Luca Ludwig (Bornheim) sowie Christopher Haase (Kulmbach) und Christopher Mies (Heiligenhaus). Eine direkte Wiederholungstat von Marc Basseng (Neusalza Spremberg) und Frank Stippler (Bad Münstereifel), die den Sieg beim vierten Lauf für sich verbuchen konnten, ist also ausgeschlossen. Vielleicht schlägt dann das zweitplatzierte Team ROWE RACING zu, das mit zwei Mercedes-Benz SLS AMG GT3 und den Fahrern Alexander Roloff (Berlin) und Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) sowie Michael Zehe (Flördheim-Dalsheim), Marko Hartung (Wallroda) und Roland Rehfeld (Blankenfelde) am Start ist.

Im SLS AMG GT3 von Black Falcon feiert der junge Luxemburger Steve Jans sein VLN-Debüt im GT3-Boliden. Ihm zur Seite steht Stephan Rösler (Lichtenfels), der bereits acht Rennen mit dem spektakulären Flügeltürer aus dem Hause AMG bestritten hat. Daneben wird Jans wie gewohnt den seriennahen BMW M3 mit der Startnummer 1 pilotieren, zusammen mit den amtierenden VLN-Champions Carsten Knechtges (Mayen) und Tim Scheerbarth (Dormagen). Einen Neuzugang hat Timbuli-Racing zu vermelden. Im SP7-Porsche gibt Andreas Gülden (Reifferscheid), Ex-Formel-3-Fahrer und Chefinstruktor der Nürburgring Driving Academy, seinen Einstand im Team. Neben ihm werden Marco Seefried (Wemding) und Marc Busch (Bensheim) ins Volant des optisch auffälligen 911ers greifen. Seefried bestreitet zudem einen Doppelstart. Zusammen mit Marc Hennerici (Mayen) und Dennis Busch (Bensheim) pilotiert er auch den Timbuli-GT3-Porsche. Im TinTag Ferrari ergänzt Pierre Kaffer (Schweiz) die Fahrerpaarung Christian Kohlhaas (Andernach) und Alexander Mattschull (Bad Homburg). Kaffer hatte die Entwicklung des Fahrzeuges von Beginn an begleitet und beschließt mit seinem Renneinsatz nun die finalen Abstimmungsarbeiten, um das Fahrzeug für den Kundensport freizugeben.

Zum ersten Mal in dieser Saison bringt ‚Ed Nicelife’ beim Reinoldus-Langstreckenrennen seine bullige Corvette C6 in der Klasse SP8 (VLN-Specials bis 6.250 ccm Hubraum) an den Start. Im Cockpit des US-Renners wechseln sich neben Nicelife Kim André Hauschild (Horneburg) und Thomas Gerling (Uchte) ab. Mit einem Porsche 911 GT3 startet Langstreckenspezialist Jörg Viebahn (Engelskirchen) in der hart umkämpften GT4-Klasse. Für den Einsatz zeichnet sich das Pro Sport Team aus Herschbroich verantwortlich. Gleiches gilt für den Seat Leon Supercopa, mit dem erstmalig in dieser Saison Anders und Jonas Carlsson aus Schweden am Start sind. Die beiden Skandinavier sind in der Klasse SP3T (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo) mit von der Partie. Jürgen Freiburg und Norbert Kraft (Hagen) starten am Samstag mit ihrem VW Corrado durch. Der polarisierende Volkswagen-Klassiker ist in der Klasse H2 (Gruppe H bis 2.000 ccm Hubraum) am Start.

Das 52. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen über die Distanz von vier Stunden startet um 12 Uhr. Die Startpositionen werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr ausgefahren.