23.06.2012

Zwei Phoenix-Audi auf dem Podium, Platz 2 für ROWE-SLS

Die Freude im Phoenix-Team kannte keine Grenzen: Nach ihrem viel umjubelten Erfolg beim 24h-Rennen setzten Marc Basseng (Neusalza Spremberg) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) bei der 43. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy die Audi-Siegesserie auf der Nürburgring Nordschleife nahtlos fort. Innerhalb der beliebtesten nationalen Rennserie war der Sieg des Duos der erste Triumph eines Audi R8 LMS ultra in der laufenden Saison. Nach 4:01:06,777 Stunden überquerte der Ingolstädter Supersportler mit einem Vorsprung von 46,890 Sekunden auf Alexander Roloff (Berlin) und Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE RACING die Ziellinie. Das Podium komplettierten Christopher Haase (Kulmbach) und Luca Ludwig (Bornheim) im zweiten Phoenix-R8. Eine einstündige Zusammenfassung zeigt der Sender Sport1 am Freitag, 29. Juni, um 17:00 Uhr.

Mit einer Zeit von 8:05,783 Minuten errang Stippler im morgendlichen Zeittraining die Pole-Position. „Ich hatte eine nahezu freie Runde, in der ich nur zwei Fahrzeuge überholen musste - das passiert nicht sehr oft“, sagte der Audi-Pilot. „Zudem waren die kalten aber trockenen Bedingungen optimal für die maximale Leistungsausbeute des Motors.“ Die Ausgangsposition war der Grundstein für den späteren Sieg des Duos. „Wir konnten so ein kleines Polster herausfahren“, sagte Basseng, der seinen 23. Sieg in der Langstreckenmeisterschaft feierte. „Über den gesamten Rennverlauf hat unser Audi einwandfrei funktioniert, so dass wir die Spitze verteidigen konnten.“ Nur in der Phase der ersten Boxenstopps gaben Basseng/Stippler für eine Runde die Führung ab. Mit Platz zwei waren Roloff und Seyffarth zufrieden. „Wenn man bedenkt, wie viel Pech wir in dieser Saison hatten, ist ein Platz auf dem Podium wirklich super“, sagte Seyffarth. „Wir haben direkt beim Start einige Positionen gutgemacht und manövrierten dann stets in Schlagdistanz zur Spitze. Für den Sieg hat es heute nicht gereicht. So werden wir bei den nächsten Rennen angreifen.“ Haase/Ludwig verpassten am Ende Platz zwei nur um 1,581 Sekunden. „Ich habe auf der letzten Runde voll attackiert. Da jedoch zwei Gelbphasen auf der Strecke waren, hat es am Ende nicht ganz gereicht - für uns hätte das Rennen eine Runde länger dauern müssen.“ Platz vier ging an Martin Ragginger (Österreich) und Sebastian Asch (Ammerbruch) im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports. Als Fünfte fuhren Henri Moser (Schweiz), Kai Riemer (Stuttgart) und Rudi Adams (Ahütte) im McLaren MP4 zum besten Saisonergebnis des britischen GT3-Sportwagens.

Den schnellsten Cup-Porsche pilotierten Christian Menzel (Kelberg) und Wolfgang Kohler (Aldingen) auf Position sechs. Auf dem 29. Gesamtrang beendeten Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) das Rennen. Als Sieger der Wertungsgruppe H stellte das Vater-Sohn-Gespann eindrucksvoll unter Beweis, welches Potential im betagten Ex-DTM-Mercedes-Benz und seiner Fahrerpaarung steckt. Den schnellsten VLN-Serienwagen - den BMW Z4 der Scuderia Augustusburg Brühl - pilotierten Dieter Weidenbrück (Wesseling) und Markus Schmickler (Bad Neuenahr-Ahrweiler) auf Platz 32 im Gesamtklassement. Der Sieg in der Renault Clio Cup-Klasse ging an Helmut und Horst Baumann (Alfter und Bonn).

Nach vier von zehn Läufen haben Markus Fugel (Chemnitz) und Uwe Wächtler (Hohenstein-Ernsttahl) die Tabellenführung übernommen. Mit ihrem Honda Civic holte das Duo bei allen Rennen den Klassensieg bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum. Auf dem zweiten Rang liegen Wolfgang Weber (Vilshofen), Norbert Bermes (Krefeld) und Marcel Belka (Lehrte), die im Aston Martin Vantage ihren dritten Sieg feierten. Belka führt zudem die Tabelle in der VLN Junior Trophy an. Das Ergebnis der 43. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy und der Tabellenstand sind aufgrund einer technischen Nachuntersuchung in der Klasse V4 vorläufig. Das Ergebnis der Klasse wurde ausgesetzt.

Der fünfte Lauf des Jahres, das 52. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen, findet bereits in zwei Wochen statt. Das Rennen über die Distanz von vier Stunden beschließt dann die erste Saisonhälfte der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.