23.08.2011

Starkes Teilnehmerfeld beim zweiten Saisonhöhepunkt

Ein starkes Teilnehmerfeld schickt sich an, beim zweiten Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die ‚Grüne Hölle’ unter die Räder zu nehmen. Mehr als 190 Nennungen sind bei dem veranstaltenden MSC Ruhrblitz Bochum für das 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen um die Pokale der Opel-Werke Bochum eingegangen. Damit bestätigt die Langstreckenmeisterschaft einmal mehr ihre Klasse und ihren Status als populärste Breitensportserie Europas. Doch was wäre ein prall gefülltes Starterfeld ohne entsprechende Qualität? Zum Glück brauchen sich die Fans der VLN in diesem Punkt keine Sorgen zu machen. Mehr als drei Dutzend Top-Fahrzeuge in der Spitzengruppe und ein Vielfaches an ambitionierten Amateur-Teams im breiten Mittelfeld der Serie garantieren echten Motorsport zum Anfassen. Das Rennen über die Distanz von sechs Stunden startet am 27. August, pünktlich um 12 Uhr. Die Startplätze werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr ausgefahren. Rund um die Nordschleife ist der Eintritt frei. Tickets für den Zugang zum Fahrerlager und den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs sind für familienfreundliche 12 Euro an den Tageskassen erhältlich. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens wird am 2. September um 16:00 Uhr auf dem Sender Sport 1 ausgestrahlt.

Die Nürburgring-Nordschleife zieht alle Rennfahrer in ihren Bann. Vom ambitionierten Hobby-Piloten bis hin zum anerkannten Profi kann sich kaum jemand der Faszination dieses 24,369 Kilometer langen Asphaltbandes in der Eifel entziehen. Mehr als 500 Fahrer aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt sind bei dem zweiten 6h-Rennen in der Saison 2011 mit von der Partie, um am Ende die Besten zu küren. Und das nicht nur im Kampf um den Tagessieg, sondern vor allem bei der Entscheidung um die Pokale in den mehr als 30 unterschiedlichen Fahrzeugklassen, die die Langstreckenmeisterschaft beheimatet.

Mit stolz geschwellter Brust geht ROWE-Racing an den Start. Roland Rehfeld (Blankenfelde) und Alexander Roloff (Berlin), die beim letzten Rennen zusammen mit Michael Zehe (Floersheim) triumphierten, haben sich für das Ruhr-Pokal-Rennen mit Thomas Jäger (München) verstärkt und eine erneute Podiumsplatzierung im Visier. Im Schwesterfahrzeug wechselt sich Zehe mit Hubert Haupt, Klaus Rader (beide München) und Marco Schelp (Berlin) ab. Die Konkurrenz ist selbst im eigenen Lager groß: Black Falcon, Mamerow-Racing und Horn-Motorsport schicken sich an, den Bubenheimern den Sieg streitig zu machen.

Für Audi starten unter anderem die erfahrenen Sportwagen-Asse Christopher Haase (Kulmbach), Christopher Mies (Heiligenhaus), Marc Basseng (Leutenbach) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) in zwei R8 LMS von Phoenix-Racing. Der Ingolstädter Supersportler aus der GT3-Klasse hat in Asien jüngst den 100. Sieg eingefahren - auf der Nordschleife soll nun der 101. Erfolg folgen. Seitens der Porsche-Fraktion steht Manthey-Racing im Vordergrund. Die Equipe aus Meuspath nahe des Nürburgrings wartet mit dem hauseigenen GT3-911er noch auf den ersten Saisonsieg. Den einzigen Triumph fuhr das Team beim vierten Lauf mit dem Hybrid-Porsche ein. Den grün-gelben 911 GT3 R pilotieren beim 6h-Rennen Marc Lieb (Ludwigsburg), Lucas Luhr (Schweiz) und Arno Klasen (Karlshausen), der endlich seinen 25. Gesamtsieg feiern möchte. Auch die beiden Porsche-Teams Pinta- und Frikadelli-Racing haben ihre Performance bereits unter Beweis gestellt. Ein Sieg fehlt in der Saisonstatistik allerdings ebenfalls noch.

Interessanten Zuwachs gibt es beim Ruhr-Pokal-Rennen in der Klasse der VLN Specials bis 2.600 ccm Hubraum mit Turbo (SP4T). Zwar sind hier nur vier Fahrzeuge am Start, diese jedoch mit vollkommen unterschiedlichen Konzepten. Der erfolgreiche Ford Focus der FH Köln Motorsport powered by Ford trifft auf den Audi TT RS von Raeder-Motorsport, der mit Frank Biela (Monaco), Christian Hohenadel (Illingen) und Michael Ammermüller (Pocking) hochkarätig besetzt ist. Für Abwechslung sorgen zudem Martin Müller (Griesheim) und Ulli Andreé im Volvo C30 T5 sowie die vier Italiener Paolo Previati, Giuseppe Tobia, Matteo Cocovi und Sabina Raviglione im Renault Clio NZW. Apropos Clio: Die gleichnamige Cup-Klasse von VLN-Partner Renault wird mit knapp unter 30 Fahrzeugen auch beim siebten Saisonlauf die stärkste Fraktion im Teilnehmerfeld stellen.

Beim Rennen um die Pokale der Opel-Werke Bochum stehen natürlich auch die Rennfahrzeuge mit dem Blitz im Fokus. Die Bandbreite reicht vom betagten Opel Manta bis hin zum dynamischen Opel Astra OPC bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo. In beiden Klassen ist übrigens Opel-Sportchef Volker Strycek (Dehrn) unterwegs. Den Manta teilt er sich mit Olaf Beckmann (Oststeinbek) und Peter Hass (Hofheim), im Astra von Kissling-Motorsport wechselt er sich mit den beiden Finnen Hannu Luostarinen und Julius Nieminen ab.