02.04.2011

Ein Auftaktrennen voller Attraktionen

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring präsentiert sich in Bestform. Der Saisonauftakt am 2. April ist mit Attraktionen gespickt, die Ihresgleichen suchen. Bei der 58. ADAC Westfalenfahrt kehrt mit Kremer-Racing aus Köln eines der traditionsreichsten deutschen Teams auf die Rennstrecke zurück. Daneben feiert auch der vierfache DTM-Rennsieger auf dem Nürburgring, Nicola Larini, mit dem P4/5 Competizione der Scuderia Cameron Glickenhaus ein Comeback auf dem Eifelkurs. An der Seite des Italieners: keine geringeren als Ex-Formel-1-Star Mika Salo, Luca Cappellari und Fabrizio Giovanardi. Abgerundet wird der Sensations-Mix von einer ganzen Armada der neuen und spektakulären SLS AMG GT3 aus dem Hause Mercedes-Benz, die sich anschickt, im Kundensporteinsatz von vier VLN-Teams an die Spitze zu stürmen. Nicht fehlen darf auch die letztjährige Siegermannschaft des ADAC Zurich 24h-Rennens. Schnitzer-Motorsport startet mit zwei frisch überarbeiteten BMW M3 GT. Zu guter Letzt, und zur Freude eingefleischter VLN-Fans, feiert der neue ‚Eifelblitz’-BMW von Nürburgring-Urgestein Johannes Scheid seinen ersten Renneinsatz. Der veranstaltende ADAC Westfalen erwartet mehr als 190 Fahrzeuge, die pünktlich um 12 Uhr über die Distanz von vier Stunden an den Start gehen. Die Siegerehrung findet um 18 Uhr im ring°boulevard statt. Eine 30-minütige Zusammenfassung vom Saisonauftakt zeigt der Sender Sport1 am 13. April um 17:30 Uhr.

Die Spitzengruppe ist gegenüber dem Vorjahr deutlich angewachsen. Zwar stellt Porsche nach wie vor die stärkste Fraktion und mit Manthey-Racing eine Top-Mannschaft im Kampf um den Tagessieg, aber die Konkurrenz hat aufgerüstet. Der stark besetzten Speerspitze mit Timo Bernhard (Dittweiler), Lucas Luhr (Schweiz) und Arno Klasen (Karlshausen) im Porsche 911 GT3 R stehen nicht weniger als sieben brandneue SLS AMG GT3 gegenüber. Die Fahrerbesetzungen lassen aufhorchen. Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) startet zusammen mit Armin Hahne (Wimbach). An der Seite von Kenneth Heyer (Wegberg) wechseln sich Thomas Jäger (München), Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) und der Niederländer Jeroen Bleekemolen am Steuer eines Black-Falcon-Flügeltürers ab. Auf den beiden ROWE-SLS sind unter anderem Ex-DTM-Pilot Hubert Haupt sowie Motorsport-Tausendsassa Roland Rehfeld (Blankenfelde) genannt. Zu guter Letzt bildet Fahrer und Teamchef David Horn (Steinbach) mit Sascha Bert (Ober-Ramstadt) ein Duo.

Während der SLS AMG GT3 seine Siegfähigkeit noch unter Beweis stellen muss, reist BMW-Motorsport mit einer großen Portion Selbstvertrauen an den Nürburgring. Beim Saisonauftakt treten mit Uwe Alzen (Betzdorf), Augusto Farfus (Brasilien), Jörg Müller (Monaco), Andy Priaulx (Großbritannien), Dirk Müller (Schweiz) und Dirk Werner (Würzburg) Top-Piloten aus der ganzen Welt an, um sich auf die Titelverteidigung beim Langstreckenklassiker vorzubereiten. Ebenfalls mit zwei Fahrzeugen am Start sind die Lokalmatadore des Team Phoenix-Racing aus Meuspath. Die beiden Audi R8 LMS werden pilotiert von Jan Brunstedt (Schweden) und Marc Hennerici (Bonn) sowie Christopher Haase (Kulmbach), Andrea Simonsen (Schweden) und Marc Bronzel (Großensee).

Ein absolute Hingucker kommt aus Italien: der N.Technology P4/5 Competizione der Scuderia Cameron Glickenhaus. Bei seiner Weltpremiere im Renneinsatz wird der rassige Supersportler pilotiert von Mika Salo (Finnland), Luca Cappellari, Nicola Larini und Fabrizio Giovanardi (alle Italien). Das Projekt rund um den amerikanischen Finanzier und Autosammler Jim Glickenhaus sorgte bereits im Vorfeld für großes Interesse. Das Team ist hochmotiviert und man darf gespannt sein, wie die vier Vollblut-Rennfahrer mit dem P4/5 abschneiden werden.

Zwei Comebacks: Kremer Racing und der Eifelblitz
Nach 15 Jahren Pause kehrt mit Kremer Racing einer der erfolgreichsten deutschen Rennställe in den Motorsport zurück. Die Kölner bringen zur Freude zahlreicher Fans einen Porsche 911 GT3 in der Klasse SP7 (VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum) mit Langstreckenspezialist Wolfgang Kaufmann (Molsberg) an den Start. Und ein weiteres Comeback wird rund um die Nordschleife die Herzen der Zuschauer höher schlagen lassen. Der Eifelblitz von Nürburgring-Urgestein Johannes Scheid (Kottenborn) ist zurück. Pilotiert von Duncan Huismann aus den Niederlanden ist der BMW M3 in der Klasse der GT4-Fahrzeuge genannt.
Starke Klassen sorgen im Mittelfeld für Furore

Zwei Fahrzeugklassen machen durch ihre Größe auf sich aufmerksam: die SP3T (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo) und die Renault Clio Cup-Klasse. Zusammen stellen sie mit fast 50 Fahrzeugen rund ein Viertel des Starterfeldes. Während bei den Clios mit annähernd identischem Material gekämpft wird, herrscht in der SP3T ein buntes Treiben mit Audi TT, Opel Astra OPC, Seat Leon sowie Volkswagen Golf und Scirocco. Beide Klassen haben Potential, in der Saison 2011 den Meister zu stellen, denn gemäß der bewährten Wertungsformel sorgt in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ‚viel Feind für viel Ehr’.

Frischen Zuwachs gibt es auch in der Dieselklasse D1T (Dieselfahrzeuge bis 2.000 ccm Hubraum). Hier bringt VLN-Partner Peugeot zwei neue RCZ HDi an den Start. Die Selbstzünder aus Frankreich triumphierten zuletzt beim ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring und wollen ihre Standfestigkeit nun auch über die gesamte Saison unter Beweis stellen.

Siegerehrung im ring°boulevard
Nach der erfolgreichen Publikumsveranstaltung im Rahmen der Probe- und Einstellfahrt hat sich die VLN dazu entschlossen, künftig auch die Siegerehrungen auf dem ring°boulevard stattfinden zu lassen. Im Schatten der beeindruckenden Videowand ring°wall werden künftig jeweils um 18 Uhr die erfolgreichen Fahrerinnen und Fahrer der einzelnen Wertungsklassen geehrt. Für das leibliche Wohl ist vor Ort gesorgt und selbstverständlich sind auch die Fans der Serie willkommen, gemeinsam mit den Siegern die Erfolge zu feiern.

Der Saisonauftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring startet mit dem Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr. Pünktlich um 12 Uhr führt die 58. ADAC Westfalenfahrt dann über die Distanz von vier Stunden auf der 24,369 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife. Der Eintritt rund um die Nordschleife ist frei. Für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs sowie den Zutritt zum Fahrerlager sind pro Person einmalig 12 Euro zu entrichten.