26.10.2010

Showdown der Saison 2010 in der ‚Grünen Hölle’

Das Finale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring steht vor der Tür. Am 30. Oktober kommt es beim 35. DMV Münsterlandpokal zum Showdown der Saison 2010 in der ‚Grünen Hölle’. Mit erneut rund 190 Fahrzeugen, vom seriennahen Kleinwagen bis hin zum ausgewachsenen Rennboliden, wird das ‚Schinkenrennen’, wie Insider den Lauf des MSC Münster nennen, noch einmal für packende Rennaction auf der 24,654 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife sorgen. Der Name kommt übrigens nicht von ungefähr, denn neben den üblichen Pokalen erhalten die erfolgreichen Fahrerinnen und Fahrer vom veranstaltenden MSC Münster zudem einen original Westfälischen Schinken als Trophäe. Tickets für das Fahrerlager sowie die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs können vor Ort für familienfreundliche 12 Euro erworben werden. Das Zeittraining findet zwischen 9 und 10:30 Uhr statt, das Rennen über die Distanz von vier Stunden startet um 12:30 Uhr. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport 1 am 5. November um 9 Uhr.

Das Finale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wird ein Fest, denn das Starterfeld präsentiert sich erneut hochkarätig. Nach einem Rennen Pause ist die GT3-Corvette von Callaway Competition in Kooperation mit GMAXX Cars wieder mit von der Partie. Christian Hohenadel (Illingen) und Lance David Arnold (Duisburg) sorgten bei der Nordschleifenpremiere des US-Sportlers im September mit Platz drei für Aufsehen. Zum Finale strebt das Duo erneut hohe Ziele an, denn das Potential der Corvette ist in dieser Spezifikation noch lange nicht ausgereizt. Starken Zuwachs erhält die GT3-Klasse zudem durch Mühlner-Motorsport. Der Traditionsrennstall aus dem belgischen Spa-Francorchamps setzt für Jörg und Tim Bergmeister (beide Langenfeld) einen Porsche 911 GT3 R ein. Auch das Team ‚Need for Speed by Schubert Motorsport’ geht mit einer starken Fahrerbesetzung in der GT3-Klasse an den Start. Die beiden Nordschleifen-Spezialisten Claudia Hürtgen (Aachen) und Jörg Viebahn (Engelskirchen) teilen sich das Cockpit des BMW Z4 mit dem Ungarn Walter Csaba, Leiter des Fahrsicherheitszentrums am Hungaroring in Budapest. Natürlich sind auch die angestammten Fahrerinnen und Fahrer in der GT3-Klasse wieder mit von der Partie. Dabei präsentiert sich das Phoenix-Team endlich wieder komplett. Im Audi R8 LMS der Lokalmatadore startet neben Marc Basseng (Neusalza-Spremberg) und Frank Stippler (Bad Münstereifell) endlich wieder Hans-Joachim Stuck. Der Wahlösterreicher ist nach seinem Unfall beim 6h-Rennen im Juli wieder vollständig genesen und heiß auf die Nordschleife. Gleiches gilt für Christian Menzel (Kelberg), Richard Westbrook (Großbritannien) und Patrick Long (USA) sowie Lucas Luhr (Schweiz), Marc Lieb (Ludwigsburg) und Arno Klasen (Karlshausen), die die beiden Speerspitzen des Porsche-Teams Manthey-Racing pilotieren. Ergänzt wird der Kreis der Siegkandidaten durch die beiden SLS AMG GT3 von Black Falcon und Mamerow-Racing. Nach dem viel beachteten ersten Sieg beim letzten Rennen wollen Thomas Jäger (München) und Christopher Haase (Kulmbach) sowie Bernd Schneider (Bottighofen) und Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) nachlegen. Die beiden Flügeltürer aus dem Hause Mercedes-Benz starten nach wie vor in der Klasse E1-XP.

Für frischen Wind in der seriennahen GT4-Klasse sorgen die beiden BMW-Werksfahrer Dirk Werner (Kissenbrück) und Dirk Adorf (Michelbach). Das Duo pilotiert beim Finale den neuen ‚Eifelblitz’ von Teamchef Johannes Scheid, einen BMW M3 GT4. Die Konkurrenz in der Klasse ist nicht zu unterschätzen. Die beiden Aston Martin V8 Vantage von ‚Gentle Swiss Racing’ und ‚Mathol Racing’ sind ebenso Siegkandidaten wie die Ginetta G50 der ‚Kornmeyer Carbon-Group’, die GT4-Corvette des Teams ‚dieselspeed’ und der Porsche 911 des MSC Adenau. Hier greift neben Ralph-Gerd Schlüter (Korschenbroich) der bekannte Rockmusiker der Band Rage, Victor Smolski (Beckum), ins Lenkrad.

Enger Zweikampf um den Titel im VLN-Serienwagen-Cup
Die Fahrerwertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist nach neun Rennen praktisch entschieden. Nur ein Wertungsausschluss könnte das Bonk-Motorsport-Duo Mario Merten (Nürburg) und Wolf Silvester (Nürnberg) noch stoppen. Sollte der letzte Einsatz normal verlaufen, werden Merten/Silvester nach 2006 zum zweiten Mal gemeinsam zu Meistern geehrt. Für Merten wäre es nach seinem Titel im Jahr 2002 sogar der dritte Erfolg. Uneinholbar führt auch Black-Falcon-Fahrer Carsten Knechtges (Mayen) die Wertung der VLN-Junior-Trophäe an. Zusammen mit Alexander Böhm (Kelberg) und Philipp Leisen (Irrel) wird er beim Finale alles daran setzen, zudem den Titel im VLN-Serienwagen-Cup zu erobern. Zu diesem Zweck wechselt das Trio beim letzten Rennen zurück in die Klasse V5 (VLN-Serienwagen bis 3.000 ccm Hubraum). Hier konnte das Team aus Kelberg drei der sechs errungenen Klassensiege einfahren. Die schärfsten Gegner sind Mathias Unger (Heusenstamm) und Daniel Zils (Bendorf), die sich im BMW Z4 von ‚MOTEC Wheels Team MK- Motorsport’ mit dem schnellen Junior Tim Scheerbarth (Dormagen) verstärkt haben.