21.09.2010

Mit Aufwind in das letzte Saisondrittel

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring boomt. Die Teams der populärsten Breitensportserie Europas haben die lange Sommerpause genutzt und bringen zum Beginn des finalen Saisondrittels eine Reihe von Neuerungen an den Start. Im Focus steht beim 42. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig eine waschechte Weltpremiere. Der spektakuläre Flügeltürer SLS AMG GT3 bestreitet seinen ersten Renneinsatz. Am Volant des neuen Sportwagens von Mercedes-Benz wechseln sich der fünffache DTM-Champion Bernd Schneider und Thomas Jäger ab. Daneben werden mehr als 190 Rennfahrzeuge auf der schönsten Rennstrecke der Welt, der Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife, packenden Motorsport zeigen – so sind es die zahlreichen und treuen Fans der Serie gewohnt. Im Rahmen des achten Meisterschaftslaufes findet das Tourenwagen-Revival zum zweiten Mal statt. Rund 30 ehemalige DTM-Fahrzeuge von BMW, Ford, Mercedes-Benz, Opel und Volvo sind im Fahrerlager zu bestaunen und absolvieren Demonstrationsrunden auf der Kurzanbindung. Rund um die Nordschleife ist der Eintritt frei. Tickets für das Fahrerlager sowie die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs können vor Ort für familienfreundliche 12 Euro erworben werden. Das Zeittraining findet zwischen 8:30 und 10 Uhr statt, das Rennen über die Distanz von vier Stunden startet pünktlich um 12 Uhr. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport 1 am 2. Oktober um 9:45 Uhr.

Seit Juni bestreiten Schneider und Jäger ein umfangreiches Testprogramm mit dem SLS AMG GT3. Nun kann der neue GT3-Renner auf der Strecke beweisen, was in ihm steckt. Da das Fahrzeug bislang jedoch über keine ‚Balance of Performance‘-Einstufung der FIA verfügt, wurde das Fahrzeug zunächst in der Klasse E1-XP eingestuft. Die Fans sollten ihre Erwartungen für den Premiereneinsatz nicht zu hoch ansetzen, denn seitens des Team AMG Mercedes HWA GmbH handelt es sich lediglich um einen weiteren Testeinsatz auf dem Weg zur Serienreife des Kundensportautos. Im Gegensatz dazu wird ein neu zusammengestelltes Team mit einem klaren Ziel vor Augen die Nordschleife unter die Räder nehmen. Der zweifache Saisonsieger Lance David Arnold (Duisburg) und der frischgebackenen GT3-Europameister Christian Hohenadel (Quierschied) pilotieren beim Barbarossapreis die erste Corvette in der GT3-Klasse. MAOAM setzt das Fahrzeug im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring durch eine Cooperation von Callaway Competition und GMAXX Cars ein.

Ein Comeback feiert der dreifache Champion der American Le Mans Serie, Lucas Luhr. Der Wahlschweizer nimmt an der Seite von Richard Westbrook (Großbritannien) im Porsche 911 GT3 R des Haribo Team Manthey Platz. Das Schwesterfahrzeug pilotieren Arno Klasen (Karlshausen) und Romain Dumas (Schweiz). Beide Manthey-Porsche errangen in der laufenden Saison zusammen fünf Siege. Daneben sind in der GT3-Klasse die bekannten Größen mit von der Partie: Für Phoenix-Racing starten Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Marc Basseng (Neusalza-Spremberg) im Audi R8 LMS. Den BMW Z4 GT3 von Dörr-Motorsport teilen sich Rudi Adams (Ahütte), Stefan Aust (Castrop-Rauxel) und Christopher Haase (Kulmbach).

Für eine weitere Premiere im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft sorgen Mola Adebisi (Düsseldorf) und Michael Podlogar (Monheim). Das Duo bringt den ersten Mazda MX5 auf die Nordschleife. Adebisi moderiert aktuell das Magazin ‚Motor-Motion‘ auf dem Nachrichtensender N24. Der langjährige Motor-Journalist Podlogar ist dort als Testfahrer ebenfalls präsent. Die letzte Premiere ist schließlich der Fiat 500 Abarth Assetto von Heinz-Jürgen Winz (Hünxe), Mike Dohmen (Schweiler) und Sandra Winz (Hünxe). Unter der Bewerbung des Dürener Motorsport-Clubs startet der kleine Italiener zum ersten Mal in der Klasse SP2T (VLN Specials bis 1.600 ccm Hubraum mit Turbo).