17.07.2010

Erster Sieg für das Haribo Team Manthey

Lance David Arnold (Duisburg) und Christian Menzel (Kelberg) strahlten wie der Goldbär, der ihren Porsche 911 GT3 R schmückt. Nach Ablauf der 4-Stunden-Distanz und 28 gefahrenen Runden wurde das Duo des Haribo Team Manthey mit einem Vorsprung von 25,994 Sekunden vor dem Audi R8 LMS von Phoenix-Racing abgewinkt. Hans-Joachim Stuck (Österreich) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) errangen damit zum dritten Mal in Folge Platz zwei, dieses Mal zusammen mit Marc Basseng (Neusalza Spremberg). Zu ihrem ersten Podiumserfolg in diesem Jahr fuhren Armin Hahne (Wimbach), Jochen Krumbach (Eschweiler), und Marc Gindorf (Monaco). Ebenfalls in einem GT3-Porsche von Manthey-Racing fehlte dem Trio am Ende 4:54,128 Minuten auf die Spitze. Mit einem Klassensieg bei den VLN-Serienwagen bis 3.000 ccm Hubraum haben Alexander Böhm (Kelberg), Philipp Leisen (Irrel) und Carsten Knechtges (Mayen) im BMW Z4 von Black Falcon nach dem sechsten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2010 die Tabellenspitze übernommen. Eine 30-minütige Zusammenfassung des 33. RCM DMV Grenzlandrennens strahlt der Sender Sport 1 am 24. Juli um 10:45 Uhr aus.

Romain Dumas (Schweiz) und Arno Klasen (Karlshausen) errangen im morgendlichen Zeittraining mit einer Rundenzeit von 8:11,126 Minuten die Pole-Position. In den ersten Runden kämpfte Dumas mit Arnold und Stippler um die Spitze, ehe er im dritten Umlauf auf einer Flüssigkeitsspur als Folge eines Unfalls im Streckenabschnitt Klostertal von der Strecke rutschte. Dabei wurde der GT3-Porsche beschädigt, das Rennen war für das Duo vorzeitig beendet. Der Haribo-Porsche duellierte sich fortan mit dem Phoenix-Audi, aufgrund unterschiedlicher Tankstrategien wechselte die Führung mehrfach. Am Ende hatten Arnold/Menzel den Erfolg auf ihrer Seite. „Der Sieg war mehr als überfällig“, sagte Arnold nach dem Rennen. „Unser ganzes Team hat von Beginn des Jahres an sehr hart gearbeitet und den Erfolg haben wir uns mehr als verdient. Wir haben an der Spitze auf Augenhöhe mit dem Audi gekämpft. Als die Temperaturen gegen Rennende anzogen, war es dann ganz schön hart.“ Stippler hatte seinerseits eine Erklärung dafür, dass es auch dieses Mal nicht für den ersten Audi-Sieg 2010 gereich hat: „Ich muss zunächst dem Phoenix-Team ein großes Lob aussprechen, denn sie haben innerhalb von nur vier Tagen den R8 von Grund auf neu aufgebaut. Das war nach unserem Unfall beim fünften Lauf unumgänglich. Allerdings haben wir das Setup mit dem neuen Fahrzeug noch nicht hundertprozentig hinbekommen.“ Stuck, der nach seinem Unfall beim letzten Rennen wieder vollkommen genesen ist, zeigte sich dennoch angriffslustig: „Wir werden nun noch einmal vor dem 6h-Rennen testen und dann erneut angreifen.“ Nach seinem Gesundheitszustand befragt, antwortete der Wahl-Österreicher: „Ich bin bereits in der vergangenen Woche wieder auf der Nordschleife unterwegs gewesen. Wenn ich auch nur das geringste Zwicken gespürt hätte, wäre ich heute nicht am Start gewesen. Mit mir ist wieder alles vollkommen in Ordnung.“ Ex-DTM-Star Hahne war mit dem ersten Podiumsrang 2010 zufrieden: „Endlich hat es geklappt. Wir haben im Gegensatz zu unseren Porsche-Mitstreitern einen anderen Reifenpartner und verbessern uns Schritt für Schritt. Der Abstand auf die Spitze ist groß, aber ich bin zuversichtlich, dass dies nicht unsere letzte Podiumsplatzierung in diesem Jahr gewesen ist.“
Hinter dem Spitzentrio fuhren Dirk Riebensahm, Christian Kohlhaas (beide Andernach) und Christopher Brück (Köln) in der Chrysler Viper des Vulkan-Racing-Team Mintgen-Motorsport auf einen hervorragenden vierten Platz und feierten ihre beste Platzierung in der laufenden Saison. Michael Zehe (Floersheim), Marco Schelp und Alexander Roloff (beide Berlin) belegten im Porsche 911 GT3 Cup-S des Team Rowe Motorsport am Ende Platz fünf. Sein Premieren-Rennen im Haribo-Cup-S beendete Ralf Schall (Dornstadt) an der Seite von Mike Stursberg (Wermelskirchen) auf Platz sechs.

Die bis dato Tabellenführer, Elmar Deegener (Stelzenberg), Jürgen Wohlfarth (Murrhardt) und Christoph Breuer (Nettersheim) kamen mit technischen Problemen am Audi TTs nur als Siebte ihrer Klasse ins Ziel. Die Tabellenführung haben Böhm/Leisen/Knechtges im BMW Z4 von Black Falcon übernommen. Wolf Silvester (Nürnberg) und Mario Merten (Nürburg), die in diesem Jahr mit dem BMW Z4 von Bonk-Motorsport zeitweise die Tabelle angeführt hatten, entschieden die stark besetzte Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum für sich. Hinter dem Black-Falcon-Trio Rosenberg/Dinstühler/Akata im BMW 320i errang Elmar Jurek (Berlin) Platz drei und gewann damit zum vierten Mal die Renault Clio Cup-Wertung. „Es gehört immer ein wenig Glück dazu, und das war dieses Mal auf unserer Seite“, so Jurek. Für den erkrankten Jannik Olivo (Berlin) ging an seiner Seite der Luxemburger Christian Franck an den Start. Auf den Plätzen zwei und drei in der Renault-Sonderwertung beendeten die Renault-Clio-Fahrer Jürgen Peter (Herzogenrath) und „Rennsemmel“ (Nideggen) sowie Uwe Kleen (Boxberg) und Jacques Meyer (Frankreich) das Rennen.

Am 31. Juli findet der Saisonhöhepunkt, das 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, statt.

Hinweis an die Redaktionen
Das Ergebnis der Klasse SP3T (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo) ist nach einem Protest ausgesetzt, der Tabellenstand somit vorläufig.