29.06.2010

Die zwei schönsten Nebensachen der Welt

Am Samstag, 3. Juli 2010 treffen die zwei schönsten Nebensachen der Welt aufeinander: Motorsport und Fußball. Den Anfang macht das 50. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen des Dortmunder Motorsport Clubs. Der fünfte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring beschließt die erste Saisonhälfte der populärsten Breitensportserie Europas. Nach dem 4-Stunden-Rennen haben die Besucher am Nürburgring die Möglichkeit, das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, bei dem die deutsche Mannschaft auf Argentinien trifft, beim Public Viewing auf dem ring°boulevard live zu verfolgen. Damit die Fans von beiden Veranstaltungen keine Sekunde versäumen, hat die VLN den Start auf 11:30 Uhr gelegt. Nach dem Zieleinlauf um 15:30 Uhr haben dann alle die Gelegenheit, Schweinsteiger, Podolski, Klose und Co. die Daumen zu drücken. Im Anschluss an das Länderspiel wird nahtlos weiter gefeiert: Die offizielle Siegerehrung des VLN-Laufes, zu der alle Fans herzlich eingeladen sind, findet nach dem Schlusspfiff in Kapstadt ausnahmsweise ebenfalls auf dem ring°boulevard statt.

Wer beim fünften Lauf des Jahres vorne mitfahren möchte, der muss früh aufstehen, denn im Zuge der Zeitplanänderung wurde auch das Zeittraining verschoben. Die Startplätze für das 50. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen werden von 8 bis 9:30 Uhr ausgefahren.

Zu den Anwärtern auf den Tagessieg zählt Chris Mamerow (Castrop-Rauxel), der zuletzt mit Marc Basseng (Leutenbach) den zweiten Triumph in Folge feierte. Basseng ist bei dem kommenden Rennen allerdings verhindert, so dass Mamerow das Rennen im Zweifel als Solist bestreiten wird. Das er dazu in der Lage ist, hat der schnelle Porsche-Pilot bereits ein ums andere Mal unter Beweis gestellt. Bei den zu erwartenden hochsommerlichen Temperaturen könnte dies jedoch gleich doppelt schwer werden. Die Konkurrenz, vor allem in Form von Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Hans-Joachim Stuck (Ellmau), bläst zur Attacke. „Im Juli werden wir angreifen“, kündigte Haudegen Stuck bereits nach dem letzten Rennen an, beim dem er sich im Duell mit Mamerow am Ende um hauchdünne 0,240 Sekunden geschlagen geben musste. Das Phoenix-Team hat mit dem Audi R8 LMS vom Setup her große Fortschritte gemacht, so dass der erste Sieg in diesem Jahr zum Greifen nah scheint.

Siegreich war 2010 auch Manthey-Racing. Die zwei Erfolge gehen auf das Konto des Porsche 911 GT3 R, der beim Reinoldus-Langstreckenrennen von Marc Lieb (Ludwigsburg), Arno Klasen (Karlshausen) und Oliver Kainz (Kottenheim) pilotiert wird. Beim letzten Rennen hingegen waren es Lance David Arnold (Duisburg) und Christian Menzel (Kelberg), die im Porsche des Haribo Team-Manthey die Kastanien aus dem Feuer holten. Platz drei und die erste Zielankunft sind eine gute Basis für die künftigen Rennen. Neben Arnold nimmt am Samstag der mehrfache Supercup-Champion Richard Westbrook (Großbritannien) im Haribo-Porsche Platz. Auf den GT3-Porsche, der seine Leistungsfähigkeit auf der Nordschleife so eindrucksvoll gezeigt hat, setzen auch Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler), Georg Weiss (Monschau), Michael Jacobs (Roetgen) und Peter-Paul Pietsch (Leonberg) sowie Armin Hahne (Wimbach), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Marc Gindorf (Monaco).

Mehr als nur ein Farbtupfer: Exoten im Starterfeld
Im durchschnittlich rund 180 Fahrzeuge umfassenden Starterfeld der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring sind es nicht selten die Exoten, die bei den Fans rund um die 24,369 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife für Aufsehen sorgen. So gibt es beim 50. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen ein Wiedersehen mit dem BMW M1 von Achim und Peter Heinrich (Simmerath). Der Sportwagen aus München blickt auf eine spektakuläre Historie im Motorsport zurück. Für den Einsatz auf der Nordschleife wurde das Fahrzeug nach aktuellen Maßstäben von Grund auf neu aufgebaut. Ein Exot ist zweifelsohne auch der Ginetta G50, mit dem Torsten Kornmeyer (Königswinter) und Hendrik Still (Schalkenbach) in der GT4-Klasse an den Start gehen. Der britische Supersportler feierte 2010 seine Premiere in der ‚Grünen Hölle‘. Diese und viele weitere außergewöhnliche Rennfahrzeuge runden das Bild der Langstreckenmeisterschaft ab und sorgen für willkommene Abwechslung im Starterfeld.

Der geänderte Zeitplan im Überblick
08:00 Uhr - Zeittraining
10:45 Uhr - Startaufstellung
11:30 Uhr - 50. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
16:00 Uhr - Public Viewing im ring°boulevard
18:00 Uhr - *Siegerehrung Reinoldus-Langstreckenrennen

* dieser Programmpunkt verschiebt sich, sollte das Viertelfinale in die Verlängerung gehen bzw. sollte es zum Elfmeterschießen kommen.