25.08.2009

Illustres Starterfeld beim Grenzlandrennen

Ein illustres Starterfeld kündigt sich zum siebten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring an. Sechs Wochen nach dem Saisonhighlight ist das Interesse an der populärsten Breitensportserie Europas ungebrochen. Der veranstaltende Rheydter Club für Motorsport rechnet mit mehr als 180 Teams, die am 29. August die 24,369 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife unter die Räder nehmen werden. Und die Qualität steht der Quantität wie gewohnt in nichts nach. Die Zuschauer dürfen sich auf ein spannendes 4-Stunden-Rennen freuen, das ausnahmsweise erst um 13 Uhr startet. In der Pause zwischen Training und Rennen sorgen eine Reihe von spektakulären Straßenfahrzeuge im Rahmen der Rudolf Caracciola Gedenkfahrt 2009 auf der Piste für Unterhaltung.

Auch nach über 80 Jahren hat die Nürburgring Nordschleife eine Anziehungskraft, der sich kaum ein Rennfahrer entziehen kann. Beim 32. RCM DMV Grenzlandrennen feiert DTM-Shootingstar Oliver Jarvis seine Rennpremiere in der „Grünen Hölle“. Der Brite startet in der DTM für das Audi Team Phoenix und hat mit zwei Podiumsplätzen in der laufenden Saison im Jahreswagen auf sich aufmerksam gemacht. Nun zieht es den 25-Jährigen auf die Nordschleife – aus reinem Interesse, um Erfahrung zu sammeln und um sich für künftige Einsätze zu empfehlen. Im Audi R8 LMS startet Jarvis an der Seite von Dennis Rosteck (Porta Westfalica) und Nicki Thiim (Rinteln), dem Sohn des beliebten Tourenwagenstars Kurt Thiim. Das Schwesterfahrzeug, das in diesem Jahr bereits einen Sieg erringen konnte, pilotieren beim Grenzlandrennen Hans-Joachim Stuck (Österreich), Frank Biela (Monaco) und Frank Stippler (Bad Münstereifel).

Gleich zwei prominente Teams feiern beim siebten Saisonlauf ein Comeback. Heimrecht genießt dabei Zakspeed-Racing aus Niederzissen, die mit den Fahrern Sascha Bert (Ober-Ramstadt) und Marc Anton Bronzel (Großensee) eine feuerrote Dodge Viper in der GT3-Klasse an den Start bringen. Weit gereist hingegen ist das Lexus-Werksteam aus Japan, das mit dem Journalisten Peter Lyon (Australien) und Matusuda Hidashi (Japan) den spektakulären Lexus IS F mit seinem unverwechselbaren Sound in die Eifel bringen.

Mit stolzer Brust treten gehen die beiden Porsche Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) und Richard Lietz (Österreich) ins Rennen, die am Wochenende vor dem Grenzlandrennen die GT2-Klasse beim legendären 1000km-Rennen auf dem Nürburgring für sich entschieden haben. Auch wenn beide für Manthey-Racing starten, sind sie nun Konkurrenten. Lieb nimmt das Rennen zusammen mit Marcel Tiemann (Monaco) und Arno Klasen (Karlshausen) im Porsche 911 GT3 RSR bei den VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum in Angriff. Lietz wechselt sich mit Armin Hahne (Monaco) und Jochen Krumbach (Eschweiler) am Volant des Porsche 911 GT3 Cup in der KT3-Klasse ab.

Mit vielen Vorschusslorbeeren wurde das neue Bio-Projekt des Teams Four Motors rund um Smudo, Frontmann der Hip-Hop-Combo „Die fantastischen Vier“, bedacht. Von technischen Feinheiten bislang jedoch ausgebremst, soll der schnittige Renault Mégane Trophy, der mit Biodiesel betrieben wird, beim Grenzlandrennen nun endlich seine Rennpremiere feiern. Zuversichtlich hat das Team seine Nennung abgegeben, obwohl der Wagen noch nicht rennfertig auf eigenen Rädern steht. Um das lange ersehnte Ziel zu erreichen, wird die Truppe Tag und Nacht arbeiten – und mit etwas Glück stehen Smudo, Tom von Löwis (Reutlingen) und Michael Irmgartz (Neuwied) dann am Samstag pünktlich um 13 Uhr in der Startaufstellung.

Vier Rollen oder vier Räder – „Beschleunigung ist mein Lebensmotto“
Auf vier Rollen war er eine Legende, im Motorsport ist er einfach nur ein sympathischer Herrenfahrer. Die Rede ist von Titus Dittmann, dem Vater der deutschen Skateboard-Szene. Der Unternehmer aus Münster feiert mit seinem Geschäft in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Beim Grenzlandrennen bestreitet er gemeinsam mit seinem Sohn Julius neben dem 24-Stunden-Rennen seinen zweiten Nordschleifeneinsatz in diesem Jahr. Zusammen mit Dag von Garrel teilen sich Vater und Sohn Dittmann einen BMW 318 iS in der Klasse der VLN-Serienwagen bis 1.800 ccm Hubraum.

Geänderter Zeitplan beim Grenzlandrennen
Aufgrund der Rudolf Caracciola Gedenkfahrt die im Rahmen des 32. RCM DMV Grenzlandrennens zwischen 10:10 Uhr und 11:50 Uhr zu Ehren des erfolgreichsten deutschen Motorsportlers der Vorkriegszeit auf der Nordschleife stattfindet, verschiebt sich der Zeitplan für die Teilnehmer der Langstreckenmeisterschaft. Das Training findet zwischen 8:05 Uhr und 9:35 Uhr statt, das Rennen über die Distanz von vier Stunden startet um 13 Uhr.