23.06.2009

Erste Saisonhälfte endet mit Paukenschlag

Am Samstag, 27. Juni, beschließt das 49. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen die erste Saisonhälfte der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2009. Dabei knüpft der fünfte Lauf des Jahres nicht nur an die vorangegangenen Rennen, die vor allem durch Spannung geprägt waren, an. Mit einem neuen Dreamteam im zweiten Audi R8 von Phoenix-Racing sowie dem Comeback der zwei Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen) und Timo Bernhard (Dittweiler) bei Manthey-Racing, ist zusätzlich für Action auf der Rennstrecke gesorgt. Der Veranstaltende Dortmunder MC rechnet mit rund 170 Nennungen, was die stabile Teilnehmerstatistik der einzigartigen Nordschleifenrennserie auch in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise unterstreicht.

Die GT3-Klasse erhält beim fünften Lauf des Jahres prominenten Zulauf. Hans-Joachim Stuck (Österreich), Marc Basseng (Leutenbach) und Frank Biela (Monaco) gehen im Audi R8 LMS an den Start. Das Ziel des schlagkräftigen Trios ist ohne Zweifel der Gesamtsieg. Schon beim letzten Lauf vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring war der Audi-Triumph zum Greifen nah. Und auch beim Langstreckenklassiker selbst waren die Ingolstädter Sportwagen die einzigen, die dem Manthey-Porsche über die Distanz Paroli bieten konnten. Die beiden Altmeister teilen sich das Cockpit mit Basseng, der seit einigen Jahren zu den schnellsten Nordschleifenfahrern zählt. Doch auch wenn der Audi R8 hochkarätig besetzt ist - den Sieg auf der Nordschleife muss man sich erst verdienen. Und bei der Vergabe der Trophäen wollen eine Reihe weiterer Teams ein Wörtchen mitreden. Nach starken Rennen in den letzten Wochen stehen Dirk Adorf (Hennef) und Hermann Tilke (Aachen) dennoch ohne ein zählbares Ergebnis da. An der Performance des Ford GT von Raeder-Motorsport zweifelt längst niemand mehr. Und weil das Fahrerduo dafür bekannt ist, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, ist es eine Frage der Zeit, bis sich auch der gewünschte Erfolg einstellen wird. Besagten Erfolg konnte Manthey-Stammfahrer Marcel Tiemann in diesem Jahr schon zu Genüge auskosten. Mit drei Gesamtsiegen im Porsche 911 GT3 RSR führt der Wahlmonegasse derzeit zudem die Fahrerwertung der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring an. Neben Tiemann wechseln sich Arno Klasen (Karlshausen) und Werksfahrer Bernhard im Neunelfer der Lokalmatadore ab. Mit den Fahrern Armin Hahne (Monaco), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Henzler hat das Manthey-Team ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Der Porsche 911 GT3 Cup S startet in der GT3-Klasse und ist so auf einem Leistungsniveau mit dem Audi R8 und dem Ford GT. Neben den Teams, die in der Langstreckenmeisterschaft nahezu auf Profilevel agieren, sind selbstverständlich auch die bekannten Privatteams mit von der Partie. Den BMW M3 „Eifelblitz“ von Johannes Scheid pilotieren beim 49. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen Rodney Forbes (Australien) und Marko Hartung (Wallroda). Keine fahrerischen Veränderungen gibt es bei der Kissling-Corvette, dem Getrag BMW Z4 M Coupé, dem Frikadelli-Porsche, dem Opel Astra V8 Coupé von Vater und Sohn Schall sowie den beiden Teams der Brüder Jürgen und Uwe Alzen.

Halbzeitbilanz an der Spitze der Meisterschaft
Wie bereits erwähnt, hält Tiemann nach vier von zehn Läufen zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die Führung in der Tabelle. Dies ist ungewöhnlich, da die Seriensieger zumeist aus den kleineren Klassen kommen. Zuletzt hatte 1999 ein Top-Team die Meisterschaft für sich entscheiden können. Tiemanns Vater Hans-Jürgen fuhr seinerzeit zusammen mit Peter Zakowski in der Chrysler Viper zu zehn Gesamtsiegen. Mit jeweils drei Klassensiegen liegen Marco Schelp (Berlin) sowie das Duo Michael Flehmer (Overath) und Rolf Derscheid (Much) aktuell gemeinsam auf dem zweiten Rang. Dahinter lauern Luca Ludwig (Bornheim) und Rudi Adams (Ahütte) sowie Vorjahreschampion Alexander Böhm (Kelberg), der zusammen mit Christer Jöns (Ingelheim) und Sean Paul Breslin (Großbritannien) nach einem schwachen Ergebnis bereits wieder bis auf die vierte Position in der Tabelle nach vorne gekommen ist.

Die Fans stehen wie gewohnt im Mittelpunkt
Für familienfreundliche 12 Euro (Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt) kann man im Fahrerlager und auf den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs packenden Motorsport hautnah erleben. Rund um die legendäre Nordschleife ist der Eintritt frei. Nach der Premiere beim letzten Rennen findet der kostenlose Premium-Service DVB-T eine Fortsetzung. Rund um den Nürburgring kann das Geschehen auf der Rennstrecke über jeden handelsüblichen DVB-T-Empfänger auf vier digitalen TV-Kanälen in Bild und Ton verfolgt werden. Das Zeittraining zum fünften Lauf des Jahres findet zwischen 8:30 und 10 Uhr statt, das 49. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen über die Distanz von vier Stunden startet pünktlich um 12 Uhr.