14.04.2009

Hochkarätige Fortsetzung nach spannendem Auftakt

Die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist fulminant in die neue Saison gestartet. Für den zweiten Lauf des Jahres, das 34. DMV 4-Stunden-Rennen der Renngemeinschaft Düren, werden in vielerlei Hinsicht die Karten neu gemischt. Das Fahrerkarussell hat sich gedreht – bei Alpina, Audi, Lexus, Manthey-Racing und Volkswagen kommen neue Piloten zum Einsatz, die in der ‚Grünen Hölle‘ für Aufsehen sorgen werden. Zudem dürften bei einer Reihe von Teams, die am ersten Aprilwochenende noch mit Problemen zu kämpfen hatten, die Kinderkrankheiten behoben sein. Das neue Reglement hat sich schnell als Garant für noch mehr Spannung etabliert, so dass die Fans schon heute der zweiten hochkarätigen Veranstaltung voller Spannung entgegenblicken.

Zu den prominenten Fahrern, die beim zweiten Lauf des Jahres ins Lenkrad greifen, zählen der zweifache Rallye-Weltmeister und Volkswagen-Werksfahrer Carlos Sainz (Spanien) sowie Sportwagen-Amazone Vanina Ickx (Belgien). Beide starten in zwei von Volkswagen-Motorsport eingesetzten Scirocco GT24. Im vergangenen Jahr feierte ‚El Matador‘ im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft seine Nordschleifenpremiere und auch beim 34. DMV 4-Stunden-Rennen steht die Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Vordergrund. „Die Nordschleife des Nürburgring ist so einzigartig wie die Route der Rallye Dakar“, sagt Sainz. „Mit dem Scirocco hat es mir schon im Vorjahr sehr viel Spaß gemacht auf dieser tollen Strecke, deshalb freue ich mich auf das Rennen am Samstag.“ Auch die in den USA lebende Vanina Ickx, Tochter des Formel-1-Fahrers Jacky Ickx, kennt und schätzt den Eifelkurs: „Der Scirocco hat ja schon beim letztjährigen 24-Stunden-Rennen für Aufsehen gesorgt. Ich bin sehr gespannt auf meinen ersten Einsatz, aber ich bin sicher, das Auto ist auf dieser Strecke in seinem Element – und ich mag den ‚Ring‘ sowieso.“

Ebenfalls zur Vorbereitung auf die Hatz zwei Mal rund um die Uhr starten Christian Abt (Kempten), Marc Basseng (Leutenbach) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) im Audi R8 LMS. Basseng hatte im Land-Porsche zuletzt mit der Pole-Position beim Auftakt seine Performance bewiesen, Stippler fuhr im Rennen mit dem M-Speed-Team auf Platz drei. Der Sportwagen aus Ingolstadt hat beim ersten Lauf des Jahres bereits sein Potenzial angedeutet. Zwischenzeitlich wurde der R8 von der FIA neu eingestuft – wie er sich im direkten Duell mit Alpina, BMW, Opel, Porsche, Viper und Co nun schlagen wird, bleibt abzuwarten. Armin Hahne (Monaco) und Jochen Krumbach (Eschweiler) können am Samstag gleich doppelt punkten. An der Seite von Porsche-Werksfahrer Emmanuel Collard (Frankreich) ist das Duo im Porsche 911 GT3 ‚Cup S‘ von Manthey-Racing in der neuen GT3-Klasse (SP9) am Start. Daneben pilotieren beide gemeinsam einen Lexus LF-A von Gazoo-Racing bei den VLN-Specials bis 6.200 ccm Hubraum (SP8). Der flotte Japaner überzeugte beim Saisonauftakt und fuhr, vom Pech der Mitstreiter begünstigt, zum Klassensieg. Nach einer eher durchwachsenen Rennpremiere des Alpina BMW B6 GT3 wollen drei neue Fahrer an der Seite von Andy Bovensiepen (Buchloe) unter Beweis stellen, was in dem grünen Rennboliden steckt. Neben den beiden Deutschen Dominik Schwager (Eisenhafen) und Andreas Wirth (Waghäusel) greift Walter Csaba aus Ungarn ins Volant. In der neuen GT4-Klasse (SP10) gehen beim zweiten Lauf nicht weniger als vier Aston Martin V8 Vantage mit Fahrern aus Belgien, Deutschland Österreich und der Schweiz an den Start. Komplettiert wird das Aufgebot des britischen Sportwagenherstellers durch einen Aston Martin V12 Vantage in der Klasse SP8, den Aston-Martin-Boss Dr. Ulrich Bez (Düsseldorf) im Wechsel mit Chris Porritt (Großbritannien) und Wolfgang Schuhbauer (Brilon) auf der Nordschleife bewegt.

Gedränge an der Tabellenspitze – sechs Fahrer teilen sich Platz eins
Wer in der Langstreckenmeisterschaft am Ende ganz oben stehen will, muss konstant und vor allem hoch punkten – also erfolgreich in einer Klasse mit vielen Gegnern unterwegs sein. Einen guten Grundstein für die Titelverteidigung hat das Meisterteam Black Falcon beim Saisonauftakt gelegt. Alexander Böhm (Kelberg), Sean Paul Breslin (Großbritannien) und Christer Jöns (Ingelheim) setzten auf den bekannt schnellen BMW 325i in der Klasse der VLN-Serienwagen bis 2.500 ccm Hubraum (V4) und hatten nach vier Stunden die Nase vorne. Diese Klasse war genauso mit 13 Fahrzeugen besetzt, wie die V5 (bis 3.000 ccm Hubraum). Hier triumphierten Guido Wirtz (Köln), Andreas Weiland (Bad Vilbel) und Frank Borkowsky (Mönchengladbach) mit ihrem BMW Z4. Alle sechs Fahrer liegen mit 9,62 Punkten an der Spitze der Fahrerwertung, was sich beim zweiten Lauf voraussichtlich ändern wird. Laut vorläufiger Teilnehmerliste werden in den Klassen V5 und SP3 (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum) die meisten Punkte vergeben.

Das Zeittraining zum 34. DMV 4-Stunden-Rennen findet zwischen 8:30 und 10 Uhr statt. Das Rennen über die Distanz von vier Stunden auf der 24,369 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring-Kurzanbindung und Nordschleife startet um 12 Uhr. Im Rahmen des zweiten Laufes zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring sind dann auch wie gewohnt die Cup-Fahrzeuge von Honda, Renault und Seat mit von der Partie.