31.03.2009

Die ‚Grüne Hölle’ erwacht aus dem Winterschlaf

Am Samstag, 4. April, erwacht die ‚Grüne Hölle’ aus dem Winterschlaf. Die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring startet mit einem wahren Feuerwerk aus spektakulären Rennfahrzeugen, hochkarätigen Profipiloten und prominenten Persönlichkeiten in die neue Saison. Bei der 56. ADAC Westfalenfahrt treffen ‚Alte Hasen’ wie Hans-Joachim Stuck (Österreich), Frank Biela (Bad Münstereifel) und Uwe Alzen (Betzdorf) auf prominente Nachwuchsrennfahrer wie Radprofi Jan Ullrich (Schweiz) und Unternehmersohn Sebastian Kamps (Düsseldorf). Damit nicht genug - für weitere Brisanz sorgt ein neues Regelwerk, das für packende Rennaction steht. Alle Topfahrzeuge bewegen sich fortan auf einem identischen Leistungsniveau und die Fans dürfen sich auf spannende Positionskämpfe bei der Entscheidung um den ersten Tagessieg freuen. Der Startschuss zum Rennen über die Distanz von vier Stunden fällt um 12 Uhr.

Mit dem neuen Reglement halten die FIA-GT3-Fahrzeuge Einzug in die populärste Breitensportserie Europas. Beim Auftaktrennen kommt es zum ersten Schlagabtausch mit den beliebten Renntourenwagen, die nach dem 24h-Specials-Reglement seit Jahren auf dem Nürburgring für Furore sorgen. Gleich drei aufsehenerregende Sportwagen feiern in diesem Zuge ihre Rennpremiere auf der Nürburgring-Nordschleife. Mit Alpina kehrt ein kleines Stück Rennsporthistorie in den aktuellen Motorsport zurück. In den Sechziger- und Siebziger-Jahren feierte der BMW-Tuner, der 1983 offiziell als Fahrzeughersteller registriert wurde, unzählige Erfolge im internationalen Tourenwagensport. Beim Auftaktrennen pilotieren Claudia Hürtgen (Aachen) und Andy Bovensiepen (Buchloe) den neu entwickelten BMW Alpina B6 GT3. Den ersten Renneinsatz im Audi R8 LMS bestreiten drei erfahrene Langstreckenfahrer: Hans-Joachim Stuck (Österreich), Frank Biela (Bad Münstereifel) und Emanuele Pirro (Monaco). Das neue Kundensportprojekt des deutschen Automobilherstellers aus Ingolstadt flößte der Konkurrenz bereits im Vorfeld Respekt ein - wie sich der schnittige R8 LMS auf der Nordschleife schlagen wird, erleben die Fans der Langstreckenmeisterschaft live vor Ort. Der dritte Nordschleifenneuling ist grün und giftig: Die ambitionierten Hobby-Rennfahrer Dirk Riebensahm und Christian Kohlhaas (beide Andernach) nehmen in der Dodge Viper GT3 des Vulkan-Racing-Team Mintgen-Motorsport Platz. Ein Vorgänger der GT3-Viper feierte vor Jahren eindrucksvolle Erfolge in der Langstreckenmeisterschaft - die Zakspeed Viper schaffte 1999 und 2000 elf Siege in Folge.

Die GT3-Armada geht gut gerüstet ins Rennen. Dennoch stecken die arrivierten Langstreckenteams nicht den Kopf in den Sand, wissen Sie doch, dass zu dauerhaftem Erfolg auf dem Nürburgring mehr gehört, als eine beeindruckende Liste technischer Daten. Alzen-Motorsport, das Frikadelli-Racing-Team, Land-Motorsport und Manthey-Racing setzen mit ihren Porsche-Rennfahrzeugen vor allem auf Erfahrung. Einen Wissensvorsprung vor den Frischlingen haben ebenso Michael Bäder (Ofterdingen), Tobias Hagenmeyer (Köln) und Markus Gedlich (Frankfurt) im BMW Z4 M Coupé, Roland Rehfeld (Blankenfelde), Reinhold Renger (Rothenburg/Tbr) und Reinhold Mölig (Waldalgesheim) in der Kissling-Corvette oder Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) im Opel Astra V8 Coupé aus der DTM.

Die eingefleischten Fans der Langstreckenmeisterschaft blicken allerdings nicht ausschließlich auf die Entscheidung um den Gesamtsieg. Von großem Interesse ist auch das Geschehen in den kleinen Klassen, denn aus den Reigen der schnellen Amateure rekrutieren sich zumeist die Champions von morgen. Mit der Startnummer 1 geht Alexander Böhm (Kelberg) ins Rennen. An der Seite des amtierenden Meisters nehmen Junior-Trophy-Sieger Christer Jöns (Ingelheim) und Sean Paul Breslin (Großbritannien) im neuen BMW Z4 des Sartorius Team Black Falcon Platz. Das Trio startet in der am stärksten besetzten Klasse der VLN-Serienwagen bis 3.000 ccm Hubraum. Zu den schärfsten Konkurrenten zählen Daniel Zils (Bendorf) und Uwe Ebertz (Fleisbach), die sich für den BMW Z4 von Dolate-Motorsport mit Matthias Unger (Heusenstamm), in der Saison 2008 an der Seite von Böhm Meister, verstärkt haben. Eine Klasse darunter - bei den Serienwagen bis 2.500 ccm Hubraum - geht es prominent zur Sache. Unternehmersohn Sebastian Kamps (Düsseldorf) bestreitet die 56. ADAC Westfalenfahrt in einem weiteren von insgesamt sieben Black-Falcon-BMWs zusammen mit Kai Riebetz (Bochum) und Andrii Lebed (Ukraine). Im Fokus der Öffentlichkeit steht auch die Rennpremiere der beiden Radprofis Jan Ullrich (Schweiz) und Mike Kluge (Denzlingen), die sich das Cockpit des Dieselspeed-BMW 335d mit dem erfahrenen Langstreckenfahrer Dr. Thomas Stoltz (Remscheid) teilen. Gemeinsam will das Team auf vier und zwei Rädern 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bestreiten.

Cup-Klassen von Honda, Renault und Seat runden das Angebot ab
Die Cup-Wertungen von Honda, Renault und Seat runden das hochkarätige Angebot in der Langstreckenmeisterschaft ab. Ähnlich wie an der Spitze des Feldes, wo das neue Reglement für Ausgeglichenheit sorgt, treten hier die Fahrerinnen und Fahrer auf identischen Rennfahrzeugen an. Hier zählt ausschließlich die Performance der Fahrer - die Teamleistung entscheidet nicht selten über Sieg oder Niederlage.