22.04.2008

Fortsetzung folgt: Alle jagen Manthey-Racing

In der Filmwelt sind Fortsetzungen umstritten, bieten sie doch meist nicht die gleiche Faszination und Spannung, wie der erste Teil. In der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (BFG LM) ist das anders. Teil eins – das 33. DMV 4-Stunden-Rennen – hat Lust auf mehr gemacht. Die Fortsetzung ist der 50. ADAC ACAS H&R Cup. Die Regie führt der Automobilclub Altkreis Schwelm. Die Handlung bestimmen 230 Teams die am Samstagmorgen das Training (8:30 bis 10 Uhr) aufnehmen werden – ein Drehbuch existiert nicht. Für die spektakulären Spezialeffekte sorgen Rennfahrzeuge wie Aston Martin DBRS9, BMW Z4 M Coupé, Chevrolet Corvette, Dodge Viper, Lamborghini Gallardo, Opel Astra V8 Coupé, Porsche 911 GT3 und V8STAR. Der Drehort ist die 24,433 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife. Die Aufführung des Action-Streifens beginnt pünktlich um 12 Uhr – ‚High Noon‘ in der Eifel und die Zuschauer wünschen sich eine unterhaltsame Story und ein Happyend.

Zu den Hauptdarstellern zählen die Teams, die beim Auftakt vor zehn Tagen eine gute Vorstellung abgeliefert haben und den Sprung auf das Podium schafften: Manthey-Racing, HISAQ-Competition (beide Porsche 911 GT3 RSR) und Schall-Motorsport (Opel Astra V8 Coupé). Die Gegenspieler haben nach Ausfällen beim ersten Rennen noch eine Rechnung offen: Alzen-Motorsport (Porsche 911 GT3), Kissling Motorsport (Chevrolet Corvette), Land-Motorsport (Porsche 911 GT3 RSR), Raeder-Motorsport (Lamborghini Gallardo) und Zakspeed-Racing (Dodge Viper GTS-R).

Ex-DTM-Star Christian Abt (Kempten) komplettiert das Team Alzen-Motorsport beim zweiten Lauf an der Seite von dem Jürgen Alzen (Betzdorf) und Markus Gedlich (Frankfurt). Im Manthey-Porsche starten neben Auftaktsieger Marcel Tiemann (Monaco) die beiden Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard (Dittweiler) und Romain Dumas (Schweiz). Der schottische Sportwagen-Spezialist Marino Franchitti wechselt sich bei HISAQ-Competition mit Frank Stippler (Bad Münstereifel) am Volant ab und im Aston Martin DBRS 9 kehrt Robert Lechner (Freilassing) auf die Nordschleife zurück. Ihre Nordschleifenpremiere im zweiten Lamborghini Gallardo von Raeder-Motorsport feiern Heinz-Otto Schmersal (Wuppertal), Stephan Rösler (Lichtenfels) und Peter Oberndorfer (Starnberg).

Die aktuellen Tabellenführer werden beim zweiten Lauf keine Möglichkeit haben, ihre Spitzenposition zu verteidigen. Haakon Schjaerin und Atle Gulbrandsen (beide Norwegen) kehren mit ihrem Audi erst nach dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in die Meisterschaft zurück. Der Weg ist frei und die besten Aussichten auf die Tabellenführung haben die Teams der SP7 (VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum, 21 Fahrzeuge), SP3T (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo, 20 Fahrzeuge), SP3 (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum). In diesen stark besetzten Klassen werden die meisten Punkte vergeben.

Ein erfolgreiches Casting haben die acht Gewinner des OPC Race Camp hinter sich gebracht. Aus mehr als 18.500 Bewerbern hat die Mannschaft rund um Le Mans Sieger und Ex-DTM-Pilot Manuel Reuter die besten Fahrer ausgewählt, die beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring als Opel OPC Werksteam an den Start gehen werden. Zur Vorbereitung bestreiten Christian Bach (Rechtnbach), Christian Bollrath (Löhne), Martin Karlhofer, Stefan Leitner (beide Österreich), Peter Pangert (Rudolfstadt), Alexander Plenagel (Moosbach), Benjamin Scharf (Netphen) und Kurt Wenger (Schweiz) den 50. ADAC ACAS H&R Cup mit drei Opel Astra OPC GTC.

Die Nebendarsteller: Ford, Honda, Opel, Renault, Seat & Co
Eine Hauptrolle wäre ohne eine Nebenrolle glanzlos – ähnlich ist es in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Erst durch die große Bandbreite an Fahrzeugen, vom seriennahen Kleinwagen bis hin zum ausgewachsenen Rennfahrzeug, wird die populärste Breitensportserie Europas zu einem Bestseller. Neben der offiziellen Wertung der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring stehen eine Reihe von Sonderwertungen für spannende Positionskämpfe auf der Strecke und einen Mehrwert für die Teilnehmer. Honda, Renault und Seat schreiben Cup-Wertungen aus, in denen die Teams zusätzlich mit Punkten belohnt werden. Sportpokale, also serienunabhängige Punktewertungen, gibt es von dem Automobilclub von Deutschland (AvD), BMW und Ford. Die VLN – die Organisation hinter der Meisterschaft – schreibt weitere Wertungen aus. Die Junior-Trophäe für Fahrer bis einschließlich 25 Jahre, den Serienwagen-Cup sowie die beiden Sonderwertungen für Topfahrzeuge: Stahlwille Top20 Pokal und Gran Turismo Speedpokal.