08.05.2001

Alessandro Nannini und Stefano Modena bei Adenauer Rundstrecken-Trophy

Prominente Namen stehen auf der Nennungslist der 32. Adenauer ADAC-Rundstrecken-Trophy, die am Samstag, dem 12. Mai, als vierter Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring gefahren wird. Zu den permanent bei der von der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring (VLN) organisierten ältesten und erfolgreichsten Langstrecken-Rennserie Europas startenden Spezialisten der Nürburgring-Nordschleife gesellen sich bei der Adenauer Rundstreckentrophy einige Fahrer, die in anderen Wettbewerben und Motorsportkategorien Geschichte geschrieben haben. Ganz vorne die beiden italienischen Ex-Formel-1-Piloten Alessandro Nannini und Stefano Modena. Sie starten auf einem Alfa Romeo 147 Super Productione in der sehr stark besetzten Klasse SP3 (Specials bis 2000 ccm Hubraum). Für Udo Retterath vom MSC Adenau ist auch klar, warum die renommierten Italiener fahren: „Zwei Wochen nach unserem Rennen ist das ADAC-24-Stunden-Rennen. Da werden Modena und Nannini auch am Start sein. Bei uns ist also die letzte Gelegenheit, Erfahrung auf der Nordschleife zu sammeln.“
Nannini, Bruder der Rock-Röhre Gianna Nannini, fuhr von 1986 bis 1990 insgesamt 77 Formel-1-Grand-Prix, 1986 und 1987 auf Minardi, dann drei Jahre auf Benetton Ford. 1989 gewann er den Großen Preis von Japan. 65 WM-Punkte und insgesamt neun Podestplätze sind eine sehr beeindruckende „Ernte“. Bei einem Hubschrauberunfall verlor er eine Hand, die wieder angenäht wurde. Nach einem langwierigen Heilungsprozess kam Nannini zurück in den Motorsport, nicht mehr in den Tourenwagensport, wo er auch in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft viel große Auftritte hatte.
Stefano Modena war in der Formel 1 von 1987 bis 1992 unterwegs. Er fuhr Brabham BMW Turbo, Eurobrun Ford, Brabham Judd, Tyrrell Honda und Jordan Yamaha. Bei 70 Grand Prix war er am Start und kam auf 17 WM-Punkte. Auch er wechselte ins „Tourenwagen-Fach“ und ist auf deutschen Rennstrecken kein Unbekannter.
Die beiden Italiener bereichern die Liste der großen Namen, die bei Rennen der VLN in deren 25-jähriger Geschichte am Start waren und zu denen auch der dreimalige Formel-1-Weltmeister Jack Brabham (Australien) gehört. Letztlich auch eine Anerkennung für die VLN und die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2001.